Blühender Holunderstrauch am Rand einer alten Hecke, flache weiße Blütenschirme im Gegenlicht eines Junimorgens

Schwarzer Holunder · Sambucus nigra

Holunder entdecken

Erkennen · Sammeln · Verarbeiten · Genießen

Man riecht ihn, bevor man ihn sieht. Im Juni trägt der Schwarze Holunder flache, cremeweiße Blütenschirme, im Spätsommer schwere dunkelviolette Dolden an roten Stielen — zwei Gesichter derselben Pflanze, chemisch zwei verschiedene Welten.

Hier steht, woran Sie ihn festmachen, wie Sie ihn vom giftigen Attich unterscheiden, wann Blüte und Beere reif sind und warum Holunderbeeren immer erhitzt werden.

Fünf Merkmale, die zusammenpassen müssen

Holunder sicher erkennen

Eine Pflanze bestimmt man nie an einem einzigen Merkmal, sondern daran, dass mehrere zusammenpassen. Beim Schwarzen Holunder sind es diese fünf. Auch der Ort sagt etwas: Er ist Kulturfolger und Stickstoffzeiger — Hecken, Feldgehölze, Waldränder, Flussufer, Gärten, Brachflächen.

Der Wuchs — echtes Holz

Ein Strauch oder kleiner Baum bis zu sieben Meter Höhe. Er verholzt: echte, mehrjährige Äste, im Winter oberirdisch erhalten. Junge Zweige tragen eine hellgraue bis grünlichgraue Rinde mit auffälligen Lentizellen — kleinen hellen Korkporen wie ein Punktmuster. Das Verholzen ist zugleich das wichtigste Sicherheitsmerkmal — dazu gleich mehr.

Die Blätter

Gegenständig, also immer zu zweit auf gleicher Höhe links und rechts vom Ast, und unpaarig gefiedert: ein Hauptstiel mit fünf bis sieben Blättchen, das letzte allein an der Spitze. Die Blättchen sind am Rand gesägt und verbreiten beim Zerreiben einen eigentümlichen, leicht unangenehmen Geruch.

Das weiße Mark

Wer einen jungen Zweig aufschneidet, findet ein weißes, weiches Mark, fast wie Styropor — mit dem Fingernagel eindrückbar, leicht und trocken. Bei kaum einem anderen heimischen Strauch ist es so ausgeprägt.

Die Blüte

Von Mai bis Juni öffnen sich flache Schirmrispen: die Stiele laufen strahlenförmig von einem Mittelpunkt aus wie die Speichen eines Rades. Zwanzig bis vierzig Zentimeter Durchmesser, Hunderte kleiner fünfblättriger Blüten, cremefarben bis weiß, mit fünf gelben Staubblättern. Der Duft ist schwer, süßlich, unverwechselbar.

Die Beere am roten Stiel

Im August und September hängen an denselben Verzweigungen schwere Dolden mit dunkelvioletten bis schwarzen Früchten. Die Stiele des Beerenschirms sind charakteristisch rot gefärbt, die reifen Dolden hängen unter ihrem Gewicht nach unten. Botanisch sind es drupenartige Früchte mit kleinem Kern.

Gezeichnete Bestimmungstafel: gefiederter Holunderzweig mit flachem weißem Blütenschirm, daneben eine Beerendolde an roten Stielen, ein aufgeschnittener Zweig mit weißem Mark und ein gesägtes Blättchen
Zeichnung, keine Fotografie — die Merkmale sind bewusst hervorgehoben.

Holunder mit echtem Holz ist Schwarzer Holunder. Holunder ohne Holz — krautig, weich, jährlich neu aus dem Boden — ist Attich.

aus dem Buch, Kapitel 4

Bestimmen Sie Pflanzen immer anhand mehrerer Merkmale. Wer unsicher ist, bringt einen Zweig in die Apotheke oder den Botanischen Garten oder zeigt ein Foto einer Fachperson. Bestimmungs-Apps können helfen, ersetzen aber nicht den geübten Blick. Was Sie nicht sicher erkennen, bleibt stehen.

Zwei Arten, die man kennen muss — eine davon ist giftig

Womit man Holunder verwechseln kann

Wer Holunder sammeln möchte, sollte drei Arten kennen. Beim Attich ist echte Sorgfalt gefragt: Er ist giftig und wächst an denselben Plätzen.

Attich, auch Zwerg-Holunder

Sambucus ebulus

ähnlich: ähnliche Blätter, ähnliche Blütenstände, dunkle Früchte im Herbst

Der entscheidende Unterschied ist der Wuchs: Der Attich ist krautig. Er verholzt nicht, stirbt im Winter oberirdisch ab und treibt im Frühjahr aus dem unterirdischen Rhizom neu aus — grüne, weiche Stängel, kein Holz, keine Rinde. Zweites Merkmal: Seine Früchte stehen aufrecht, während die reifen Beeren des Schwarzen Holunders schwer nach unten hängen. Drittes Merkmal: Der Geruch der ganzen Pflanze ist streng, scharf, abstoßend.

Ausdrücklich kein Prüfmerkmal ist die Form des Blütenstandes: Attich und Schwarzer Holunder bilden beide flache bis leicht gewölbte Trugdolden. Wer nur darauf schaut, unterscheidet die beiden Pflanzen nicht.

Die Giftinformationszentren führen den Attich als giftige Pflanze — besonders unreife Früchte, Blätter und Samen. Eine Verwechslung kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen, in schweren Fällen zu mehr.

Traubenholunder

Sambucus racemosa

ähnlich: verholzter Strauch, ähnliche Blattstruktur

Heimisch vor allem in höheren Lagen: Bergwälder, kühle Waldränder, Fichtenforste. Leicht zu erkennen — seine Früchte sind leuchtend rot, nicht dunkelviolett, und sein Blütenstand ist eine aufrechte, kegelförmige Rispe. Diese Form gehört zu ihm, nicht zum Attich.

Seine roten Beeren werden in Mitteleuropa als leicht giftig beschrieben, roh verzehrt gehören sie nicht und in der Küche finden sie keine Verwendung. Rote Beeren am Holunder sind kein reifer Schwarzer Holunder.

Faustregel

Verholzter Strauch, hängende schwarzviolette Beeren an roten Stielen, weißes Mark im Zweig: Schwarzer Holunder. Krautig ohne Holz, aufrecht stehende Früchte, strenger Geruch: Attich — stehen lassen. Leuchtend rote Früchte an einer aufrechten kegelförmigen Rispe: Traubenholunder, kein Küchenholunder. Wer unsicher ist, sammelt nicht, sondern fragt.

Alte Heckenzeile an einem Feldweg, blühender Holunderstrauch im Frühsommerlicht

Zwei Ernten, zwei Jahreszeiten, ein Strauch.

Zwei Fenster im Jahr — und sie liegen weit auseinander

Wann Holunder reif ist

Der Holunder hört nicht auf den Kalender, sondern auf Wetter, Höhenlage und Boden. Wer im Tal sammelt, ist oft zwei Wochen früher dran als jemand in einem Bergdorf fünfhundert Meter höher.

Blüte
Beerenreife
JFMAMJJASOND

Blüte

Mai bis Juni

Das Fenster ist kurz: gut zwei bis vier Wochen, je nach Standort und Jahr. Als Orientierung gilt: Wenn die Linden zu blühen beginnen, ist der Holunder meist auf seinem Höhepunkt. Die amtliche Phänologie führt die Holunderblüte als Marker für den Beginn des Frühsommers in Mitteleuropa.

Beerenreife

Mitte August bis September, manchmal in den frühen Oktober

Vollreife Beeren sind tiefschwarz bis dunkelviolett, weich und schwer; die Dolde biegt sich unter ihrem Gewicht nach unten. Rote oder grünliche Beeren sind unreif und enthalten deutlich mehr cyanogene Verbindungen. Reife lässt sich nicht erzwingen.

Für die Blüte gibt es einen einfachen Test: Dolde kurz schütteln. Fallen kaum Blütenblätter, ist der Zeitpunkt gut; schneit es, ist die Dolde zu weit. Und die Nase entscheidet mit — eine alternde Dolde riecht leicht gärig statt süßlich.

Morgens, trocken, nicht gewaschen

Die Blüte sammeln

Eine Dolde entfaltet ihre Blüten nicht gleichzeitig — erst im Zentrum, dann nach außen. Die ideale Ernte liegt, wenn der größte Teil offen steht, aber noch keine Blüten braun werden oder abfallen.

Schritt für Schritt

  1. An einem trockenen, warmen Morgen sammeln, wenn der Tau ab ist, aber die Sonne noch nicht auf die Dolden brennt. Bei Regen bleibt man zu Hause — feuchte Blüten verderben schnell.
  2. Mit Messer oder Schere kurz unterhalb des Ansatzes schneiden, dort wo die Hauptstiele zusammenlaufen. Ein bis zwei Zentimeter Stiel sind in Ordnung; je weniger Grün mitgeht, desto besser.
  3. Die Dolden locker in einen Korb oder eine weite Schüssel legen. Nicht stopfen, nicht drücken — die Blüten sind zart.
  4. Nach der Ernte kurz ausschütteln, damit die Insekten herausfallen. Nicht waschen: Wasser zerstört die feinen Aromen und macht die Blüten nass und schwer.
  5. Zu Hause auf hellem Untergrund ausbreiten, durchsehen und rasch verarbeiten oder trocknen.

Grobe Stiele, Blätter und Zweige werden vor der Verarbeitung abgeschnitten. Die grünen Pflanzenteile tragen mehr von den Stoffen, die in Blättern und Rinde konzentriert sind, und mitgekochte Stiele geben dem Sirup außerdem eine leicht bittere Note.

Nie den ganzen Strauch abernten

Nehmen Sie nie alle Dolden von einem Strauch. Die Dolden, die heute Blüten tragen, sind morgen Früchte, die Vögeln und anderen Tieren gehören. Praktisch heißt das: nie mehr als ein Drittel bis zur Hälfte der Dolden eines Strauches.

aus dem Buch, Kapitel 17

Zum Standort: mindestens fünfzig bis hundert Meter Abstand zu stark befahrenen Straßen; Industriegelände, alte Deponien und Bahnanlagen mit intensivem Herbizideinsatz meiden — dort kann die Pflanze Schwermetalle oder Pestizide aufnehmen. Bevorzugt: alte Heckenzeilen an ruhigen Feldwegen, Waldränder und Bachufer, der eigene Garten. Regionale Regeln und Schutzbestimmungen beachten; im Zweifel beim zuständigen Amt nachfragen.

Nur vollreif — und zu Hause sorgfältig entstielen

Die Beeren sammeln

Bei den Beeren entscheidet die Farbe: Vollreif heißt tiefschwarz bis dunkelviolett, weich und glänzend. Sie reifen nicht immer gleichmäßig — sind in der Mitte noch rote dabei, lässt man die Dolde stehen oder sortiert zu Hause aus.

Schritt für Schritt

  1. Nur vollreife, tiefschwarze Dolden schneiden, Schnitt kurz unterhalb des Doldenansatzes. Rote oder grünliche Beeren bleiben hängen.
  2. Locker in Korb oder Schüssel legen, nicht pressen. Reife Beeren platzen leicht, und der Saft färbt Finger, Kleidung und Arbeitsflächen tiefviolett — alte Kleidung wählen.
  3. Zu Hause entstielen: Dolde am Hauptstiel halten, eine Gabel an einen Ast ansetzen und mit leichtem Druck nach außen streifen. Die Beeren fallen ab, die Stiele bleiben an der Gabel.
  4. Alternativ die Dolden einige Stunden ins Gefriergerät legen — angefroren lösen sich die Beeren mit einer kurzen Schüttelbewegung.
  5. Blätter, Zweige und grüne Stielreste aussortieren. Dann sofort verarbeiten oder einfrieren.

Entstielte Beeren halten im Kühlschrank zwei bis drei Tage, nicht länger. Bei Raumtemperatur vergären sie schnell, und der austretende Saft begünstigt Schimmel.

Blätter und Zweige gehören nicht in den Topf

Blätter, Zweige, Beerenstiele und Rinde enthalten deutlich höhere Konzentrationen cyanogener Glykoside als die reife Beere. Sie gehören nicht in den Topf, nicht in den Saft, nicht in den Mixer. Genau darauf ging der dokumentierte Vergiftungsfall von 1983 in den USA zurück: auf kalt gepressten Saft aus Beeren, die mitsamt Blättern und Zweigen verarbeitet worden waren. Die Betroffenen litten unter Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfen.

aus dem Buch, Kapitel 16 und 17

Erhitzen ist kein Ersatz für sorgfältiges Aussortieren. Und beim langen Entstielen oder Pressen können die Pflanzensäfte bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen — bei größeren Mengen sind Handschuhe eine gute Idee.

Zwei Pflanzen in einer, und sie sind nicht austauschbar

Blüte oder Beere — was wofür?

Blüte und Beere stammen von derselben Pflanze und sind chemisch grundverschieden. Das ist die wichtigste Unterscheidung überhaupt: Wer sie nicht kennt, liest jede Angabe über „Holunder" durch das falsche Brillenglas.

Die Blüte

Sambuci flos — flache Blütenschirme, Mai bis Juni

Enthält
Flavonole (Rutin, Isoquercitrin), Phenolsäuren wie Chlorogensäure, flüchtige Aromaverbindungen
Als Produkt
Tee, Blütensirup, Tinktur, Küche und Desserts

Die Beere

Sambuci fructus — dunkle Dolden, August bis September

Enthält
Anthocyane, fast ausschließlich Cyanidin-Glykoside; dazu Quercetin, Vitamin C, Kalium
Als Produkt
Saft, Sirup, Gelee, Chutney, Kompott, standardisierte Extrakte

Die Blüte hat eine EU-Monographie für die traditionelle Anwendung, die Beere nicht. Was für die eine gilt, gilt nicht automatisch für die andere — und was man aus der Beere macht, wird immer erhitzt. Der Blütensirup ist übrigens eine kulinarische Zubereitung, kein Arzneimittel: Ihm fehlt die Standardisierung, die der Tee hat.

Blütentee

Die klassischste und am besten geregelte Form: zwei bis fünf Gramm getrocknete Blüten auf 150 Milliliter kochendes Wasser, abgedeckt fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, dreimal täglich. Das ist der Rahmen der EU-Monographie für Erwachsene und Jugendliche über zwölf Jahren.

Beerensaft und Beerensirup

Die direktesten Formen der Beerennutzung. Entscheidend: Der Saft muss erhitzt sein — kalt gepresster Holunderbeerensaft ist kein sicheres Produkt. Und selbst gemachter Sirup ist nicht standardisiert; sein Gehalt schwankt von Ernte zu Ernte. Das ist kein Mangel, sondern Natur.

Kapseln und Extrakte

Die konzentrierteste Form der Beere, mit definiertem Anthocyangehalt. Worauf beim Kauf zu achten ist, steht unten in den häufigen Fragen — ein reiner Gesamtanthocyan-Wert sagt wenig über die Echtheit aus.

In der Küche

Damit der Sommer bis in den Winter reicht

Haltbar machen und lagern

Was an zwei kurzen Fenstern im Jahr geerntet wird, muss den Rest des Jahres überstehen. Zwei Wege aus dem Buch, beide ohne Spezialausrüstung.

Blüten trocknen

Für alle Dolden, die nicht sofort in den Siruptopf passen

  1. Dolden lose auf Tuch, Backpapier oder Trocknungsgitter ausbreiten, nicht übereinanderlegen — jede Dolde braucht Luft von unten und oben.
  2. Trocken, warm und ohne direktes Sonnenlicht: Dachboden, belüfteter Keller, Zimmer mit offenem Fenster. Feuchte Räume und geschlossene Schachteln funktionieren nicht.
  3. Drei bis sieben Tage warten. Fertig sind die Blüten, wenn sie sich trocken und leicht brüchig anfühlen und beim Zerreiben sofort duften.
  4. Die trockenen Blüten über einer Schüssel von den Stielen streifen; Stiele nicht mitlagern, sie geben dem Tee eine bittere Note.
  5. In ein sauberes Schraubglas oder eine dunkle Papiertüte füllen: dunkel, trocken, kühl.

Haltbarkeit bis zu einem Jahr; danach lassen Duft und Wirkstoffgehalt spürbar nach

Nicht in der Sonne trocknen: UV-Licht und Hitze bauen Flavonoide ab und zerstören die feinen Aromastoffe.

Beeren einfrieren

Die praktischste Lösung, wenn die Ernte größer ist als der Nachmittag

  1. Entstielte, saubere Beeren auf einem Backblech oder einer flachen Schüssel ausbreiten und einige Stunden vorfrieren.
  2. In Gefrierboxen oder -beutel umfüllen — so kleben die Beeren nicht zusammen und man kann später beliebige Mengen entnehmen.

Haltbarkeit mehrere Monate, im Idealfall bis zum nächsten Sommer

Die Anthocyane überstehen das Einfrieren weitgehend — Tiefkühlbeeren schneiden im Anthocyangehalt oft vergleichbar oder besser ab als lange gelagertes Frischobst. Wer den Saft länger halten will, kocht ihn mit 800 g bis 1 kg Zucker je Liter zu Sirup ein und füllt ihn heiß ab: kühl und dunkel ungeöffnet mehrere Monate, geöffnet im Kühlschrank vier bis sechs Wochen.

Küchentisch mit einer Flasche goldenem Blütensirup, einem Glas dunkelviolettem Gelee und frischen Holunderdolden

Golden im Juni, tiefviolett im September — beides von demselben Strauch.

Drei Grundzubereitungen aus dem Buch

Holunder-Rezepte

Die folgenden Rezepte und Zubereitungen sind Lebensmittel, kein Heilmittel. Sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu verhindern, zu behandeln oder zu heilen. Haltbarkeitsangaben sind Orientierungswerte — bei Schimmel, Gärgeruch, Gasbildung oder Verfärbung nicht mehr verwenden. Bei empfindlichem Magen, Medikamenteneinnahme oder bestehenden Erkrankungen die Verträglichkeit individuell prüfen.

Die Grundregel

Holunderbeeren werden immer erhitzt. Die Blüte wird nie mitgekocht, sondern nur gezogen.

Rohe Holunderbeeren enthalten cyanogene Glykoside, vor allem Sambunigrin, und Lektine. Schon wenige rohe Beeren können Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auslösen; Kinder reagieren empfindlicher als Erwachsene. Fünf bis zehn Minuten kräftiges Kochen bauen den größten Teil der cyanogenen Verbindungen ab und verbessern die enzymatische Abbaubarkeit der Lektine deutlich. Die Anthocyane überstehen das fast unbeschadet — bei bis zu zwanzig Minuten Erhitzen gehen weniger als zehn Prozent verloren. Bei der Blüte ist es umgekehrt: Ihr Aroma ist zu flüchtig für anhaltende Hitze. Topf vom Herd, Blüten hinein, Deckel drauf, warten.

Holunderblütensirup, Kaltansatz

20 Minuten Arbeit, 12 bis 24 Stunden Ansatz · aus 20 bis 25 Dolden mittlerer Größe

Zutaten

  • 20 bis 25 Holunderdolden mittlerer Größe, frisch geerntet und ausgeschüttelt
  • 1 Liter Wasser
  • 800 g bis 1 kg Zucker (wer weniger süß möchte: 600 g sind die untere Grenze für gute Haltbarkeit)
  • 2 unbehandelte Zitronen

Zubereitung

  1. Dolden kurz ausschütteln, nicht waschen. Grobe Stiele, Blätter und Zweige abschneiden; die Dolden kommen im Ganzen in den Ansatz.
  2. Wasser erhitzen, Zucker einrühren, bis er gelöst ist, und die Lösung abkühlen lassen — nicht mehr kochend heiß, wenn die Blüten dazukommen.
  3. Zitronen waschen und in Scheiben schneiden — Schale und Saft kommen beide in den Ansatz.
  4. Dolden, Zitronen und Zuckerlösung zusammengeben, umrühren, abdecken. Bei Raumtemperatur mindestens zwölf, besser vierundzwanzig Stunden ziehen lassen, einmal täglich umrühren.
  5. Durch ein feines Sieb oder Mulltuch in einen sauberen Topf abseihen, die Dolden gut ausdrücken.
  6. Den Sirup auf mittlerer Hitze zum Kochen bringen und fünf bis zehn Minuten sanft köcheln lassen.
  7. Sofort heiß in sterilisierte Flaschen füllen, verschließen, umgekehrt auf ein Tuch stellen.
Verwendung: Ein bis zwei Esslöffel auf ein Glas stilles Wasser oder Sprudel.
Haltbarkeit: Ungeöffnet im Kühlschrank zwei bis drei Monate, geöffnet innerhalb von vier bis sechs Wochen verbrauchen.
Schäumt der Ansatz oder riecht er säuerlich, ist es Zeit, ihn zu verarbeiten.

Holunderblütentee

5 bis 10 Minuten · eine Tasse

Zutaten

  • 2 bis 5 g getrocknete Holunderblüten (ein bis zwei gestrichene Teelöffel)
  • 150 ml kochendes Wasser

Zubereitung

  1. Die Blüten mit kochendem Wasser übergießen.
  2. Die Kanne oder den Becher abdecken — ein Unterteller reicht — und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen.
  3. Abseihen und warm oder heiß trinken.
Verwendung: Nach EU-Monographie drei Tassen täglich, für Erwachsene und Jugendliche über zwölf Jahren.
Hinweis: Als Dekokt: drei bis sechs Gramm Blüten kurz in 200 ml Wasser aufkochen und einige Minuten köcheln lassen.

Holunderbeerensaft

45 Minuten plus Entstielen · die Grundlage für Sirup, Gelee und Punsch

Zutaten

  • Entstielte, vollreife Holunderbeeren
  • 1 bis 2 Tassen Wasser je Kilogramm Beeren
  • Großer Topf aus Edelstahl (kein Aluminium — die Fruchtsäure reagiert)
  • Sieb mit Mull- oder Passiertuch, sterilisierte Flaschen

Zubereitung

  1. Entstielte Beeren mit dem Wasser in den Topf geben — das Wasser verhindert nur, dass am Anfang etwas anbrennt.
  2. Zum Kochen bringen und zehn bis fünfzehn Minuten leise köcheln lassen, gelegentlich umrühren und die Beeren leicht andrücken.
  3. Durch ein mit Tuch ausgelegtes Sieb abseihen, dann den Rückstand kräftig ausdrücken.
  4. Den Saft zurück in einen sauberen Topf geben und noch einmal kurz aufkochen.
  5. Sofort heiß in sterilisierte Flaschen füllen und verschließen.
Haltbarkeit: Ungesüßt im Kühlschrank etwa zwei bis drei Wochen; eingefroren viele Monate.

Zwei Stoffprofile, und sie überschneiden sich kaum

Was steckt im Holunder?

Die Werte schwanken erheblich — je nach Sorte, Standort, Erntezeitpunkt und Messmethode. Die Spannen stammen aus der Fachliteratur, wie das Buch sie zusammenträgt. Der erste Eintrag gehört zur Blüte, die übrigen zur Beere.

Flavonole der Blüte — Rutin und IsoquercitrinRutin etwa 11 bis 42 mg je Gramm Trockengewicht

Beides sind Quercetin-Derivate, jeweils mit einem angehängten Zuckermolekül; die große Schwankungsbreite zeigt, wie stark Genetik und Standort die Zusammensetzung beeinflussen. Dazu kommen Phenolsäuren, allen voran Chlorogensäure — dieselbe Verbindung, die auch die grüne Kaffeebohne prägt. Das Europäische Arzneibuch verlangt für die Holunderblüten-Droge mindestens 0,80 Prozent Flavonoide, berechnet als Isoquercitrosid. Wer selbst sammelt, weiß den Gehalt seiner Ernte nicht — für den gelegentlichen Blütentee kein Problem, aber ein Argument für Apothekenware, wenn es auf eine definierte Qualität ankommt.

Anthocyane der Beeremeist 300 bis über 1.000 mg je 100 g Frischgewicht

Fast ausschließlich Cyanidin-Glykoside; häufig zitierte Einzelwerte liegen bei etwa 740 Milligramm je 100 Gramm für Cyanidin-3-glucosid und rund 546 Milligramm für Cyanidin-3-sambubiosid. Damit gehört die Holunderbeere zu den anthocyanreichsten Früchten Europas — schmal im Profil, hoch konzentriert.

Quercetin und Vitamin C in der BeereQuercetin und Flavonole 8 bis 60 mg, Vitamin C 26 bis 38 mg je 100 g

Beides in moderaten Mengen: Eine Kiwi enthält mehr Vitamin C, eine Paprika das Dreifache. Quercetin-Derivate stecken in der Blüte in höherer Konzentration. Die Beere ist ein Spezialist, kein Rundumpaket.

Sambunigrin — der Stoff hinter dem ErhitzungsgebotBlätter 28 bis über 200 µg/g · Blüten 1 bis 19 µg/g · reife Beeren 0,08 bis 0,77 µg/g

Ein cyanogenes Glykosid, das beim enzymatischen Abbau Blausäure freisetzen kann. Die Verteilung erzählt die Geschichte: Die Pflanze baut es im Zuge der Fruchtreifung ab, in Blättern und Zweigen ist es am höchsten konzentriert. Dazu kommen Lektine, die im rohen Zustand Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Fünf bis zehn Minuten Kochen bauen die cyanogenen Verbindungen weitgehend ab und verbessern die enzymatische Abbaubarkeit der Lektine deutlich — die Anthocyane bleiben fast vollständig erhalten.

Was die Beere nicht hat

Für die Holunderblüte (Sambuci flos) gibt es eine EU-Monographie: die Anerkennung einer langen, gut dokumentierten Nutzungstradition, nicht der Nachweis klinisch bewiesener Wirksamkeit. Für die Holunderbeere (Sambuci fructus) wurde bislang keine angenommen — unter anderem, weil die traditionellen Dosierungsgrundlagen nicht ausreichend dokumentiert sind. Bemerkenswert ist das, weil Holunderbeeren-Präparate in den USA zu den meistverkauften pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln überhaupt gehören: rund 274 Millionen US-Dollar Umsatz allein im Mainstream-Kanal im Jahr 2021. Der Markt misst Beliebtheit, die Monographie misst regulatorische Anforderungen an traditionelle Dokumentation — zwei verschiedene Maßstäbe.

Auch die klinische Studienlage zur Beere ist gemischt: Kleinere Untersuchungen zeigten günstige Signale, eine größere, sorgfältig angelegte Notaufnahme-Studie fand keinen Nutzen. Systematische Übersichtsarbeiten verweisen auf kleine Fallzahlen, sehr unterschiedliche Präparate und unsichere Evidenzqualität. Das Buch erzählt beide Seiten — und schreibt der Beere nichts zu, was sie nicht belegen kann.

Der Attich, das Erhitzungsgebot und vier Gruppen, die vorher fragen

Wann Vorsicht geboten ist

Der Holunder ist eine sichere Pflanze, wenn man weiß, was man tut. Drei Punkte entscheiden: die Artbestimmung gegen den Attich, das Erhitzen der Beeren und die Frage, für wen konzentrierte Zubereitungen nicht gedacht sind. Rohe Holunderbeeren können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen — schon wenige Beeren, und Kinder reagieren empfindlicher als Erwachsene. Nach vollständigem Aufkochen gilt der Holunder in dieser Hinsicht als unbedenklich. Die folgenden Vorbehalte bleiben davon unberührt.

Rohe Beeren und kalt gepresster Saft

Rohverzehr ist keine gute Idee — auch nicht „nur ein paar Beeren direkt vom Strauch". Die größte praktische Gefahr sind Kinder, die Beeren vom Strauch essen. Wer Holunder im Garten hat oder mit Kindern unterwegs ist, führt das Gespräch früh: Diese Beeren schauen schön aus. Wir essen sie nie roh. Immer erst kochen. Das Erhitzungsgebot gilt auch für gekaufte Ware: Kalt gepresster Holunderbeerensaft ist kein sicheres Produkt. Wer unsicher ist, ob die Früchte vollständig erhitzt wurden, verwendet das Produkt nicht.

Allergien

Selten, aber sie kommen vor. Wer bei früheren Kontakten mit Holunderblüten oder -produkten Jucken, Hautausschlag oder Atembeschwerden bemerkt hat, meidet Holunderpräparate und klärt die Situation mit einer Allergie-Fachperson.

„Keine bekannten Wechselwirkungen"

So vermerkt es die EU-Monographie für die Holunderblüte. Der Satz bedeutet nicht, dass es keine Wechselwirkungen gibt, sondern dass keine dokumentiert wurden. Bei Beeren-Extrakten fehlt diese Aussage sogar weitgehend, weil die Datenlage dünner ist. Wer dauerhaft mehrere Medikamente einnimmt, fährt am sichersten mit einem kurzen Gespräch in der Apotheke.

Wann ärztlicher Rat nötig ist

Hohes Fieber, Atemnot, eitriger Auswurf, starke Halsschmerzen — oder Symptome einer Erkältung, die nach sieben Tagen nicht besser werden: Das sind Situationen für die Ärztin oder den Arzt, nicht für den Holunder. Bei echter Grippe ersetzt keine Zubereitung dieser Pflanze eine ärztliche Behandlung.

Diese Hinweise ersetzen keine medizinische Beratung. Bei Unsicherheiten, bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker. Bei Verdacht auf eine Vergiftung helfen die Giftinformationszentren rund um die Uhr: Österreich 01 406 43 43, Deutschland Ortsvorwahl und 19240 oder Erfurt 0361 730730. Im Notfall 112 (Deutschland) beziehungsweise 144 (Österreich).

Häufige Fragen

Kann man Holunderbeeren roh essen?

Nein. Rohe Holunderbeeren enthalten cyanogene Glykoside, vor allem Sambunigrin, und Lektine. Schon wenige rohe Beeren können Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auslösen; wie empfindlich jemand reagiert, ist von Mensch zu Mensch verschieden, Kinder reagieren empfindlicher als Erwachsene. Fünf bis zehn Minuten kräftiges Kochen lösen das Problem — und die Anthocyane bleiben dabei fast vollständig erhalten.

Wie unterscheide ich Holunder vom giftigen Attich?

Am Wuchs. Der Schwarze Holunder verholzt: echte, mehrjährige Äste, graue Rinde, weißes Mark. Der Attich ist krautig, stirbt im Winter oberirdisch ab und treibt im Frühjahr neu aus dem Boden aus — kein Holz, keine Rinde. Dazu stehen seine Früchte aufrecht, während die reifen Holunderbeeren nach unten hängen, und die ganze Pflanze riecht streng und unangenehm. Der Blütenstand hilft ausdrücklich nicht weiter: Beide Arten bilden flache bis leicht gewölbte Trugdolden.

Wann blüht der Holunder, wann sind die Beeren reif?

Die Blüte öffnet sich von Mai bis Juni, das Fenster ist mit zwei bis vier Wochen kurz. Die Beeren reifen von Mitte August bis in den September, manchmal noch in den frühen Oktober. Beobachten Sie die Dolden, nicht den Kalender.

Wofür ist die Holunderblüte anerkannt — und die Beere nicht?

Die Holunderblüte (Sambuci flos) ist in der EU als traditionelles pflanzliches Arzneimittel anerkannt, zur Linderung früher Erkältungssymptome bei Erwachsenen und Jugendlichen über zwölf Jahren. Das ist die Anerkennung einer langen Nutzungstradition, nicht der Nachweis klinisch bewiesener Wirksamkeit. Für die Beere (Sambuci fructus) wurde bislang keine EU-Monographie angenommen — unter anderem, weil die traditionellen Dosierungsgrundlagen nicht ausreichend dokumentiert sind. Das heißt nicht, dass die Beere unwirksam oder unsicher wäre; es heißt, dass die regulatorische Hürde nicht überwunden wurde. Ihre Studienlage ist gemischt: kleinere Untersuchungen mit günstigen Signalen, eine größere Notaufnahme-Studie zur echten Grippe ohne nachweisbaren Nutzen.

Muss man Holunderblüten auch erhitzen?

Aus Sicherheitsgründen gilt für die Blüte nicht dasselbe wie für die Beere. Sie enthält cyanogene Glykoside — ein bis neunzehn Mikrogramm pro Gramm, mehr als die reife Beere, aber weit weniger als Blätter und Zweige. Beim Blütensirup dient das Erhitzen vor allem der Haltbarkeit: Es tötet Hefen und Bakterien ab. Frische Blütenblättchen kalt zu verwenden ist möglich, aber sparsam, als Aroma und Zierde, nicht in Mengen. Die klassischen Zubereitungen — Tee und Sirup — arbeiten ohnehin mit heißem Wasser.

Worauf sollte ich beim Kauf eines Holunderbeeren-Präparats achten?

Der Pflanzenteil sollte eindeutig benannt sein — Beere, nicht unklar nur „Holunder". Der Hersteller sollte Angaben zur Prüfung der einzelnen Produktionschargen machen, und eine unabhängige Qualitätsprüfung ist ein Zeichen für Seriosität. Ein reiner Gesamtanthocyan-Wert sagt wenig aus: Holunderbeere ist ein teurer Rohstoff, und die Beimischung billigerer dunkler Pflanzenfarbstoffe ist am Markt dokumentiert. Verlässlich sind Angaben zu den Cyanidin-Markern Cyanidin-3-glucosid und Cyanidin-3-sambubiosid.

Heilpflanzen neu entdeckt · Band 4

Das Holunder-Buch

Cover: Holunder von Clara Linden

Diese Seite ist ein Ausschnitt. Im Buch steht auf gut 250 Seiten die ganze Pflanze — Botanik, Inhaltsstoffe, Forschungslage, Anwendung und Rezepte, Blüte und Beere konsequent getrennt.

  • Die Pflanze im Porträt, ihre Geschichte und ihre Mythologie
  • Blüte und Beere: zwei Stoffprofile, verständlich erklärt
  • Was die Forschung sagt — und wo ihre Grenzen liegen
  • Tee, Sirup, Saft oder Kapsel: worauf es beim Kauf ankommt
  • Wann Vorsicht geboten ist — Attich, Erhitzungsgebot, besondere Gruppen
  • Sammeln, Trocknen, Einfrieren und Rezepte zum Selbermachen

Ruhig, verständlich und ohne Heilsversprechen — von einer Autorin, die auch dort ehrlich bleibt, wo die Studienlage dünn ist.

Quellen und Fachliteratur

Die Angaben stammen aus Band 4 der Reihe „Heilpflanzen neu entdeckt". Das vollständige Quellenverzeichnis steht im Buch; hier die zentralen Arbeiten.

  • European Medicines Agency (EMA) / HMPC: European Union Herbal Monograph on Sambucus nigra L., flos. EMA/HMPC/611512/2016, angenommen am 27. März 2018.
  • European Medicines Agency (EMA) / HMPC: Für die Holunderbeere (Sambuci fructus) wurde keine EU-Herbal-Monographie angenommen; eine regulatorisch anerkannte Dosierungsgrundlage besteht — anders als für die Blüte — nicht.
  • Europäisches Arzneibuch (Ph. Eur.): Monographie Sambuci flos — Qualitätsanforderung Flavonoide mindestens 0,80 %, berechnet als Isoquercitrosid. EDQM, jeweils gültige Ausgabe.
  • Charlebois, D.; Byers, P. L.; Finn, C. E.; Thomas, A. L. (2010): Elderberry: Botany, Horticulture, Potential. Horticultural Reviews 37: 213–280.
  • Info Flora — Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora: Sambucus ebulus L. — krautiger Wuchs, wenig gewölbte doldige Rispen, aufrecht bis abstehend stehende Früchte.
  • Lee, J.; Finn, C. E. (2007): Anthocyanins and Other Polyphenolics in American Elderberry (Sambucus canadensis) and European Elderberry (S. nigra) Cultivars. Journal of the Science of Food and Agriculture 87(14): 2665–2675.
  • Jiménez, P. u. a. (2017): Lectin Digestibility and Stability of Elderberry Antioxidants to Heat Treatment In Vitro. Molecules 22(1): 95.
  • Appenteng, M. K. u. a. (2021): Cyanogenic Glycoside Analysis in American Elderberry. Molecules 26(5): 1384.
  • Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Poisoning from Elderberry Juice — California. MMWR 1984; 33(13): 173–174.
  • European Food Safety Authority (EFSA): Compendium of Botanicals Reported to Contain Naturally Occurring Substances of Possible Concern for Human Health — Sambucus nigra.
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) / Giftinformationszentren: Hinweise zum Erhitzen roher Holunderbeeren bzw. kalt gepressten Holunderbeerensafts.
  • Zakay-Rones, Z. u. a. (2004): Randomized Study of the Efficacy and Safety of Oral Elderberry Extract in the Treatment of Influenza A and B Virus Infections. The Journal of International Medical Research 32(2): 132–140.
  • Tiralongo, E.; Wee, S. S.; Lea, R. A. (2016): Elderberry Supplementation Reduces Cold Duration and Symptoms in Air-Travellers. Nutrients 8(4): 182.
  • Macknin, M. u. a. (2020): Elderberry Extract Outpatient Influenza Treatment for Emergency Room Patients Ages 5 and Above. Journal of General Internal Medicine 35(11): 3271–3277.
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  • Europäische Union: Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben. Für Holunder ist derzeit kein eigenständiger gesundheitsbezogener Claim zugelassen.