Zweig der Schwarzen Johannisbeere mit reifen, tiefschwarz glänzenden Beeren in hängenden Rispen, dahinter gezähntes Laub

Schwarze Johannisbeere · Ribes nigrum

Die Schwarze Johannisbeere entdecken

Erkennen · Schneiden · Ernten · Verarbeiten

Fast jeder Garten in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat irgendwo einen Johannisbeerstrauch — oder hatte einen. Genau das ist das Problem: Wer eine Pflanze zu kennen glaubt, stellt keine Fragen mehr.

Dabei steckt in dieser unscheinbaren Beere drei- bis sechsmal mehr Vitamin C als in einer Zitrone, ein Anthocyangehalt an der Spitze der europäischen Früchte — und in den winzigen Kernen ein Öl mit einer Fettsäure, die sonst kaum in Lebensmitteln vorkommt. Hier steht, woran Sie den Strauch festmachen, wann geerntet wird und was sich daraus machen lässt.

Fünf Merkmale — und ein Geruch, der alles entscheidet

Die Schwarze Johannisbeere sicher erkennen

Eine Pflanze bestimmt man nie an einem einzigen Merkmal, sondern daran, dass mehrere zusammenpassen. Bei Ribes nigrum ist eines davon so eigenwillig, dass es allein schon weiterhilft: der Geruch der Blätter.

Der Geruch der Blätter

Ein Blatt zwischen den Fingern zerrieben, und der Duft ist nicht süß, nicht fruchtig, sondern harzig, würzig, ein wenig wild. Er kommt aus winzigen goldgelben Drüsen auf der Blattunterseite — in dieser Intensität bei keiner anderen europäischen Beerenstaude.

Die Blätter

Drei- bis fünflappig, grob gezähnt wie eine kleine Säge, oberseits mittelgrün und matt, unterseits heller — dort sitzen die Drüsen mit dem ätherischen Öl. Sie stehen an einem aufrechten Strauch von einem bis zwei Metern, der keine Dornen trägt: der auffälligste Unterschied zur verwandten Stachelbeere.

Die Beeren

Sie hängen in Rispen, fünf bis zehn Beeren an einer Traube. Erst grün und fest, dann rötlich, dann dunkelviolett, schließlich fast schwarz und glänzend; am unteren Ende ein kleiner kelchartiger Rest der Blüte. Das Fruchtfleisch ist dunkelrot bis violett, die Samen sind klein und beim Essen kaum spürbar.

Die Blüten

Im April und Mai, noch vor der vollen Belaubung: kleine grünlich-rötliche bis violette Glöckchen in lockeren Trauben, fünf bis fünfzehn Blüten je Traube. Spektakulär sind sie nicht — Bienen besuchen sie trotzdem zuverlässig.

Der Standort

Wild wächst Ribes nigrum in Auenwäldern, Erlenbrüchen und an feuchten Waldrändern: humose, gelegentlich staunasse Böden, gern Halbschatten. In Mitteleuropa trifft man sie häufiger als Kulturrelikt — verwildert an alten Gartenrändern und in Hecken.

Gezeichnete Bestimmungstafel: Zweig der Schwarzen Johannisbeere mit hängender Beerenrispe und drei- bis fünflappigem, grob gezähntem Blatt, daneben die Blattunterseite mit den goldgelben Drüsen und eine einzelne Beere im Schnitt
Zeichnung, keine Fotografie — die Merkmale sind bewusst hervorgehoben.

Diese Drüsen verraten das erste Geheimnis von Ribes nigrum: Diese Pflanze ist mehr, als sie zeigt.

aus dem Buch, Kapitel 3

Zu Verwechslungspartnern macht der Band keine eigenen Angaben — die Pflanze ist in Mitteleuropa fast immer eine Gartenpflanze, und der Blattgeruch trennt sie von ihren Verwandten. Wer unsicher ist, nimmt ein gutes Bestimmungsbuch dazu; was Sie nicht sicher erkennen, bleibt stehen.

Fünf Zeitpunkte, auf die es ankommt

Das Johannisbeerjahr

Der Polyphenolgehalt der Schwarzen Johannisbeere ist keine feste Zahl, sondern das Ergebnis eines ganzen Jahres — Kälte im Winter, Licht im Sommer, Triebalter, Erntezeitpunkt, Lagerung.

Austrieb
Blüte
Blatternte
Beerenernte
JFMAMJJASOND

Austrieb

März und April

Die Knospen schwellen. Der Strauch erwacht früher als manch andere Beerenstaude — schon ab etwa vier Grad Celsius.

Blüte

April und Mai

Unscheinbare grünlich-rote Glöckchen in kleinen Trauben, noch vor der vollen Belaubung. Bestäubt wird von Insekten.

Blatternte

Mai und Juni

Die beste Zeit für Blätter, die getrocknet werden sollen — während der Blüte oder kurz danach, wenn die Drüsen am aktivsten sind.

Beerenernte

Anfang Juli bis Mitte August

Rund sechs Wochen Saison. Frühe Sorten sind manchmal schon Ende Juni so weit, späte reifen erst gegen Anfang August.

Schnitt

Nach der Ernte oder im zeitigen Frühjahr

Das alte Holz kommt heraus. Wer im Herbst schneidet, gibt den neuen Trieben das ganze folgende Frühjahr; versäumt man es, geht es bis zum Austrieb noch.

Reif sind die Beeren, wenn sie tiefschwarz und glänzend sind — nicht dunkelrot, nicht violett. Die vollreife Beere löst sich leicht von der Traube und ist prall und weich, aber nicht matschig.

Warum die Rispe nicht gleichmäßig reift

Richtig ernten

Wer Schwarze Johannisbeeren pflückt, bemerkt es sofort: Innerhalb einer einzigen Rispe sind nicht alle Beeren gleich weit. Die Blüten öffnen sich von oben nach unten, die Früchte reifen in derselben Reihenfolge — die Spitze hat einen Vorsprung von mehreren Tagen bis über eine Woche. Das ist kein Defekt, sondern die Entwicklungslogik der Rispe, und sie hat Folgen: Die Anthocyankonzentration steigt nicht linear bis zur Vollreife, sie hat ein Maximum und fällt danach wieder ab.

So geht die Ernte

  1. Warten, bis mindestens 90 Prozent der Beeren an einer Rispe schwarz und leicht nachgebend sind — nicht früher, nicht später.
  2. Für Marmelade oder Saft ganze Rispen abnehmen; für den Frischverzehr mehrmals durchpflücken und nur die vollreifen nehmen.
  3. Verlesen, faule und beschädigte Beeren aussortieren.
  4. Sofort verarbeiten oder noch am Erntetag einfrieren — der Vitamin-C-Verlust beginnt gleich nach dem Pflücken.

Im industriellen Anbau ist das ein Qualitätsproblem — die Maschine erntet alles gleichzeitig. Wer von Hand pflückt, hat den Vorteil.

Zu spät ist so ungünstig wie zu früh

Zu früh gepflückt heißt: noch unreif, wenig Polyphenole. Zu spät: überreif, Polyphenole bereits im Abbau — überreife Beeren enthalten wieder weniger Anthocyane als optimal reife. Das klingt pingelig, macht in Messungen aber einen nachweisbaren Unterschied.

aus dem Buch, Kapitel 10

Und es drängt: Frisch geerntete Beeren halten im Kühlschrank nur zwei bis drei Tage. Amseln und Stare wissen das ebenfalls — ein engmaschiges Beerenschutznetz, rechtzeitig angebracht, ist in manchen Gärten die einzige Lösung.

Johannisbeerstrauch in einer feuchten, halbschattigen Gartenecke, die Zweige unter der Last dunkler Beerenrispen

Sie wächst dort, wo Rosen und Tomaten aufgeben — in der feuchten Ecke.

Ein einziger Ratschlag entscheidet über die Ernte

Die Schwarze Johannisbeere im Garten

Die Schwarze Johannisbeere ist eine der dankbarsten Gartenpflanzen überhaupt und verzeiht mehr als die meisten Beerensträucher. Aber es gibt einen Punkt, an dem die meisten scheitern — und er hat mit der Schere zu tun.

Der Schnitt entscheidet alles

Sie fruchtet überwiegend am einjährigen Holz: Die Triebe, die in diesem Jahr wachsen, tragen im nächsten die besten Früchte. Im zweiten und dritten Jahr lässt der Ertrag nach, ab dem vierten werden die Triebe unproduktiv — ein fundamentaler Unterschied zur Roten Johannisbeere, die am zwei- und dreijährigen Holz fruchtet.

Herausschneiden, nicht kürzen

Jedes Jahr nach der Ernte — oder spätestens im zeitigen Frühling vor dem Austrieb — die ältesten Triebe bodennah entfernen. Nicht kürzen. Alte Triebe erkennt man an der dunklen, rissigen Rinde, junge sind heller und glatter. Faustregel: acht bis zwölf kräftige Haupttriebe, die meisten nicht älter als drei Jahre; jedes Jahr die zwei bis drei ältesten heraus. Zehn Minuten im Jahr, die über Jahre entscheiden.

Standort — eine echte Abwägung

Sonnig bis halbschattig, beides funktioniert. Je mehr Sonne die Beere bekommt, desto mehr Anthocyane bildet sie — die Pflanze legt sie als Schutzschild gegen UV-Strahlung an. Im Halbschatten wächst der Strauch genauso gut und trägt oft sogar zuverlässiger, nur eben etwas weniger dunkle Beeren. Der zweite Anspruch ist Feuchtigkeit: Von allen Johannisbeeren verträgt die Schwarze am meisten davon und steht lieber etwas zu nass als zu trocken — nur stehendes Wasser im Wurzelbereich verträgt auch sie nicht. Boden humos, pH leicht sauer bis neutral (5,5 bis 6,5). Wer die Wahl hat, sucht den sonnigsten Platz mit dem feuchtesten Boden.

Pflanzen im Herbst, fünf Zentimeter tiefer

Der beste Zeitpunkt ist Oktober oder November — dann bildet der Strauch über den Winter Wurzeln, bevor der Austrieb beginnt. Beim Einsetzen etwa fünf Zentimeter tiefer setzen, als er im Topf stand: Das fördert neue Bodentriebe, und genau die sichern die Ernte der kommenden Jahre. Pflanzabstand anderthalb bis zwei Meter. Danach mulchen statt hacken — der Flachwurzler wurzelt dicht unter der Oberfläche.

Vier bewährte Sorten

Titania ist außerordentlich robust und für Einsteiger die sicherste Wahl — ein Strauch kann bis zu fünf Kilogramm tragen. Ometa reift spät, herb-holzig, die Saftsorte. Ben Lomond, eine schottische Züchtung, bewährt sich in kühleren Lagen. Silvergieters Schwarze reift früh und schmeckt mild und süß. Einen Partner braucht sie nicht, sie ist selbstfruchtend; eine zweite Sorte erhöht den Ertrag trotzdem oft deutlich und verlängert die Ernteperiode.

Was tatsächlich stört

Die Johannisbeergallmilbe ist der wichtigste Schädling: Sie befällt die Knospen im Winter und erzeugt auffällig geschwollene Rundknospen, die im Frühling nicht austreiben — abpflücken und im Hausmüll entsorgen, nicht auf dem Kompost. Blattläuse regulieren sich meist von selbst; gegen Mehltau und Blattfallkrankheit hilft vor allem der luftige Schnitt.

Winterhart ist der Strauch bis etwa minus dreißig Grad — in Mitteleuropa kein Thema. Zu Düngermengen über die Kompostgabe hinaus, zu Vermehrung durch Stecklinge und zu Regionalsorten macht das Buch keine Angaben; hier hilft eine Baumschule weiter.

Beere, Blatt und Samenöl sind nicht dasselbe

Drei Pflanzenteile, drei Welten

Wer denkt, er kenne die Schwarze Johannisbeere, weil er sie im Garten hat oder den Saft trinkt, kennt erst ein Drittel von ihr: Beere, Blatt und Samenöl tragen je ein eigenes chemisches Profil.

Die Beere

Fruchtfleisch und Saft

Enthält
Anthocyane, Vitamin C, Pektin, Quercetin, Myricetin, Chlorogensäure, Kalium
Als Produkt
Frischbeere, Tiefkühlware, Direktsaft, Konfitüre, Sirup, Extrakte

Das Blatt

Laub, geerntet im Mai und Juni

Enthält
Gerbstoffe (vor allem Catechingerbstoffe), Quercetin, Myricetin, Kaempferol, ätherisches Öl
Als Produkt
Teeaufguss, Umschläge — traditionell, ohne klinischen Beleg

Das Samenöl

Kerne, ein Nebenprodukt der Saftherstellung

Enthält
Linolsäure, Gamma-Linolensäure, Alpha-Linolensäure, Stearidonsäure
Als Produkt
kaltgepresstes Öl, Kapseln

Die Beere arbeitet über wasserlösliche Polyphenole und Vitamin C, das Blatt über Gerbstoffe und Flavonoide, das Öl über fettlösliche Fettsäuren. Drei Pflanzenteile, drei chemische Welten — und kein Produkt vereint sie in sinnvollen Mengen.

Frische Beere

Von Anfang Juli bis Mitte August die reichhaltigste Form: Anthocyane in natürlicher Zusammensetzung, Vitamin C hoch konzentriert, Pektin intakt. Der Nachteil: rund sechs Wochen Saison, und der größte Teil der Ernte geht in die Verarbeitung.

Tiefkühlbeere

Für die meisten die beste Option: ganzjährig verfügbar, bezahlbar und der frischen Beere in fast allen Punkten nah. Anthocyane überstehen das Einfrieren gut, das Pektin bleibt im Fruchtfleisch, die Vitamin-C-Verluste sind anfangs gering.

Direktsaft

Auf der Flasche sollte „Direktsaft" oder „100 % Frucht" stehen — nicht Nektar (mit Wasser und oft Zucker), nicht Konzentrat (Hitze und Eindampfung). Was der Saft nicht liefert, ist das Pektin: Es bleibt im Trester. Und reiner Saft ist herb, fast adstringierend — verdünnt trinkt er sich besser.

Extrakte und Kapseln

„Standardisiert" heißt nur, dass der Hersteller für eine bestimmte Konzentration eines Markers einsteht — meist Anthocyane in Prozent. Es heißt nicht, dass es die Anthocyane der Schwarzen Johannisbeere sind: Süßkartoffel, Traubenhülsen und Holunder sind billigere Quellen, und das Delphinidin-Cyanidin-Profil steht selten auf der Verpackung. Hersteller, die unabhängig testen lassen, sind vertrauenswürdiger. Die Zeitfahrstudie von Cook et al. (2015) arbeitete mit einem solchen Extrakt, nicht mit frischen Beeren.

Samenöl

Kaltgepresst, mild-nussig, dezent harzig — und durch den hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren oxidationsempfindlich: kühl, dunkel und gut verschlossen lagern, nach dem Öffnen zügig aufbrauchen (das Buch nennt drei bis vier Monate als äußeren Rahmen). Ranziges Öl enthält Abbauprodukte.

Drei Wege — und einer ist deutlich besser als die anderen

Haltbar machen

Die Beere ist keine geduldige Frucht: Zwei, drei Tage im Kühlschrank, dann verliert sie Spannung, Farbe und Aroma. Über die Anthocyane entscheiden vier Faktoren — Temperatur, pH-Wert, Sauerstoff und Licht.

Einfrieren

Der beste Weg — für Vorrat, für Anthocyane, für alles

  1. Am Tag der Ernte verlesen, faule und beschädigte Beeren aussortieren.
  2. Kurz waschen, kein langes Wässern, gut abtupfen — Eiskristalle um Wassertropfen beschädigen die Zellstruktur.
  3. In einer einzigen Schicht auf einem Blech ein bis zwei Stunden vorfrieren, dann in Beutel oder Dosen umfüllen. So bleiben die Beeren einzeln entnehmbar.

Haltbarkeit etwa zwölf Monate; danach nimmt vor allem der Vitamin-C-Gehalt spürbar ab, die Anthocyane sind stabiler

Später gefroren weiterverarbeiten, nicht auftauen — dabei tritt Saft aus, und mit ihm gehen Anthocyane verloren.

Entsaften

Für Getränke — kalt gepresst deutlich besser als dampfentsaftet

  1. Kalt pressen, durch ein Tuch oder eine Fruchtmühle: Vitamin C baut schon über 60 Grad merklich ab.
  2. Beim Dampfentsaften wirken 80 bis 90 Grad über längere Zeit — der Saft bleibt dunkel und anthocyanreich, verliert als Vitamin-C-Quelle aber deutlich.
  3. Heiß in sterile Flaschen abfüllen und sofort verschließen.

Haltbarkeit ungeöffnet zwölf Monate, dunkel und kühl; geöffnet im Kühlschrank drei bis fünf Tage

Das Pektin bleibt beim Pressen im Trester. Wer es haben will, braucht die ganze Beere.

Konfitüre und Gelee

Für den Vorratsschrank — kurz kochen ist die ganze Kunst

  1. Gelierzucker 1:1 oder 2:1 wählen; zusätzliches Pektin ist nicht nötig.
  2. Zitronensaft zugeben: Das saure Milieu hält die Anthocyane in ihrer stabilen, farbintensiven Form.
  3. Kurz und heiß kochen statt lang und mild — zehn Minuten sind schonender als dreißig.
  4. Heiß in sterile Gläser abfüllen, sofort verschließen.

Haltbarkeit zwölf Monate, kühl und dunkel gelagert

Licht baut Anthocyane selbst im verschlossenen Glas ab. Ein dunkler Keller ist kein Luxus.

Drei Zubereitungen aus dem Buch

Rezepte

Die folgenden Rezepte und Zubereitungen sind Lebensmittel, kein Heilmittel. Sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu verhindern, zu behandeln oder zu heilen. Haltbarkeitsangaben sind Orientierungswerte — bei Schimmel, Gärgeruch, Gasbildung oder Verfärbung nicht mehr verwenden. Bei empfindlichem Magen, Medikamenteneinnahme oder bestehenden Erkrankungen die Verträglichkeit individuell prüfen.

Die Grundregel

Kurz und heiß statt lang und mild. Sauer halten. Dunkel lagern.

Anthocyane sind thermolabil: Je länger der Topf brodelt, desto mehr geht verloren. In saurem Milieu nehmen sie ihre stabile, farbintensive Form an — daher der Zitronensaft. Sauerstoff greift sie oxidativ an, Licht beschleunigt den Abbau.

Der schwarze Morgen-Smoothie

2 Minuten · 1 Portion

Zutaten

  • 80 g gefrorene Schwarze Johannisbeeren
  • 50 g gefrorene Heidelbeeren oder Aronia
  • 1 reife Banane
  • 150 ml Haferdrink oder Mandelmilch
  • 1 TL Leinöl (optional)
  • 1 TL Zitronensaft (optional — stabilisiert die Anthocyanfarbe, und schmeckt)

Zubereitung

  1. Alle Zutaten in den Mixer geben, die Beeren direkt gefroren — kein Auftauen.
  2. Glatt mixen, bei Bedarf etwas mehr Flüssigkeit zugeben.
  3. Sofort trinken.
Warum gefroren? Der Mixer erwärmt das Getränk ohnehin durch Reibung. Wer die Beeren vorher auftaut, riskiert, dass Zellsaft austritt und Anthocyane oxidieren.

Konfitüre, kurz und heiß

20 Minuten · etwa 4 bis 5 Gläser à 200 ml

Zutaten

  • 500 g Schwarze Johannisbeeren (frisch oder gefroren)
  • 500 g Gelierzucker 1:1
  • Saft von 1 Zitrone (etwa 3 EL)

Zubereitung

  1. Gläser und Deckel in kochendem Wasser sterilisieren und abtropfen lassen.
  2. Beeren, Gelierzucker und Zitronensaft im Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren auflösen, dann aufkochen.
  3. Bei voller, sprudelnder Hitze genau 5 bis 7 Minuten kochen. Nicht zwanzig, nicht dreißig.
  4. Gelierprobe: ein Teelöffel auf einen kalten Teller — zieht sie an, ist sie fertig.
  5. Heiß einfüllen, sofort verschließen und kurz auf den Deckel stellen.
Haltbarkeit: Kühl und dunkel bis zu zwölf Monate.

Wildsoße mit Schwarzer Johannisbeere

20 Minuten · Soßenbasis für 2 bis 3 Personen

Zutaten

  • 2 EL Bratrückstand aus der Pfanne (oder 1 EL Butterschmalz)
  • 1 Schalotte, fein gewürfelt
  • 100 ml trockener Rotwein
  • 100 ml Wildfond
  • 80 g Schwarze Johannisbeeren (frisch oder gefroren) oder 3 EL Direktsaft
  • 1 TL kalte Butter zum Montieren
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer; optional 1 TL Konfitüre

Zubereitung

  1. Schalotten im Bratrückstand glasig anschwitzen, mit Rotwein ablöschen, auf die Hälfte einreduzieren.
  2. Fond zugeben, wieder kurz einkochen.
  3. Beeren oder Saft zugeben und 5 Minuten sanft kochen, bis die Beeren etwas aufplatzen.
  4. Nach Geschmack durch ein feines Sieb passieren oder stückig lassen.
  5. Kurz vor dem Servieren mit kalter Butter montieren, abschmecken.
Das Geheimnis ist nicht Aufwand, sondern Timing: Die Beeren kommen ans Ende, nicht an den Anfang. Wer sie zu lange kocht, verliert das frische Aroma.

Zahlen, und was sie bedeuten

Was in der Beere steckt

Die Werte schwanken erheblich — je nach Sorte, Standort, Reifegrad und Verarbeitung. Das ist keine Messungenauigkeit, sondern echte Variabilität: Eine Beere aus einem heißen Juli am vierjährigen Holz ist eine andere als eine aus einem kühlen Sommer am frisch gezogenen Jungtrieb.

Vitamin C150 bis 300 mg je 100 g

Eine Zitrone liegt bei etwa 50 bis 60 mg — also drei- bis sechsmal weniger. Eine Handvoll von 80 bis 100 Gramm liefert 120 bis 300 mg und deckt damit die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung von 110 mg für Männer und 95 mg für Frauen. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße bei und Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Anthocyane250 bis 500 mg je 100 g

Ein Spitzenwert unter den europäischen Früchten. Vier Verbindungen dominieren: Delphinidin-3-rutinosid und -glucosid, Cyanidin-3-rutinosid und -glucosid. Sie werden in Studien einzeln gemessen, weil sie im Darm unterschiedlich aufgenommen werden und in verschiedenen Geweben landen.

Quercetin, Myricetin und Chlorogensäurein nennenswerten Mengen

Die zweite bioaktive Ebene unter der Anthocyan-Decke. Myricetin kommt hier höher konzentriert vor als in den meisten heimischen Beeren, Chlorogensäure ist auch einer der Hauptpolyphenole im Kaffee. Was das für einen Menschen bedeutet, der eine Handvoll Beeren isst, lässt sich aus Labordaten nicht ableiten.

Pektinhoher Gehalt in der ganzen Frucht

Der lösliche Ballaststoff, dank dem die Konfitüre ohne zugesetztes Pektin geliert. Er sitzt in der Zellwand und bleibt beim Pressen im Trester. Der von der EFSA zugelassene Claim zum Blutzuckeranstieg nach der Mahlzeit ist an 10 Gramm Pektin je Mahlzeit gebunden.

Vitamin Ketwa 11 µg je 100 g

Das ist keine hohe Menge: 100 Gramm Spinat liefern rund 480 Mikrogramm, Brokkoli etwa 100. Die Johannisbeere ist also keine Vitamin-K-Bombe. Für eine bestimmte Gruppe von Menschen ist die Angabe trotzdem wichtig — dazu steht alles im Abschnitt zur Vorsicht.

Gamma-Linolensäure im Samenöletwa 15 bis 17 % des Öls

Eine seltene Omega-6-Fettsäure, die in den meisten Pflanzenölen gar nicht vorkommt; Nachtkerzenöl, die bekannteste pflanzliche Quelle, liegt bei 8 bis 9 Prozent. Dazu Linolsäure (44 bis 48 %), Alpha-Linolensäure (12 bis 16 %) und Stearidonsäure (3 bis 4 %). Beim Essen frischer Beeren nimmt man davon nichts auf — die Samen passieren meist unverdaut.

Und was die Forschung nicht hergibt

Für Ribes nigrum — Frucht, Blatt oder Extrakt — liegt keine pflanzliche Unionsmonographie der Europäischen Arzneimittel-Agentur vor, und für die Pflanze selbst ist kein eigenständiger pflanzenstoffbezogener Health Claim zugelassen. Den beantragten Anthocyan-Claim zur Dunkeladaptation bewertete die EFSA 2011 als nicht ausreichend belegt. Für die Blätter fehlen gut kontrollierte klinische Studien am Menschen fast vollständig; was es gibt, sind Laborexperimente, einzelne Tierversuche und lange Anwendungserfahrung. Und für die Schwarze Johannisbeere gibt es keine Humanstudie zum Darmmikrobiom — was dazu vorliegt, stammt aus Zellkultur und Tiermodell.

Im Buch steht dazu: „Das bedeutet nicht, dass das Blatt wirkungslos ist. Es bedeutet, dass wir es noch nicht wissen."

Wo aus einem Lebensmittel eine Frage wird

Wann Vorsicht geboten ist

Die wichtigste Nachricht zuerst: Als Lebensmittel ist die Schwarze Johannisbeere sicher. Menschen essen sie seit Jahrhunderten in ganz Europa, und es gibt keine dokumentierten Fälle, in denen der normale Verzehr zu ernsthaften Problemen geführt hätte — das gilt für Kinder, für ältere Menschen und in normalen Mengen auch für Schwangere. Die Fragen dieses Abschnitts betreffen andere Situationen: größere Mengen, konzentrierte Extrakte, bestimmte Medikamente, besondere Lebensphasen.

Warfarin und Phenprocoumon — zwei Wirkstoffe, nicht zwei Namen

Der international bekannteste Vitamin-K-Antagonist ist Warfarin; im deutschsprachigen Raum wird häufiger Phenprocoumon verordnet, das viele unter dem Handelsnamen Marcumar kennen. Es sind zwei verschiedene Wirkstoffe, keine zwei Namen für denselben — aber sie wirken nach demselben Prinzip, und für die Ernährung gilt bei beiden dasselbe.

Nicht die Menge an Vitamin K ist das Problem, sondern die Schwankung. Wer täglich ungefähr gleich viel davon aufnimmt, hat einen stabilen INR-Wert; wer an einem Tag viel Grünkohl isst und am nächsten gar kein Gemüse, erzeugt Schwankungen. Für die Johannisbeere heißt das nicht „Finger weg", sondern Konstanz: nicht plötzlich große Mengen anfangen und ebenso wenig plötzlich aufhören. Wer unsicher ist, spricht mit der Arztpraxis oder Apotheke — der INR-Wert ist leicht zu prüfen.

Das Samenöl und die Gerinnung

Fettsäuren können die Blutgerinnung beeinflussen — kein spezifisches Problem dieses Öls, es gilt für viele Öle mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren. Der Mechanismus ist präklinisch beschrieben; ob er bei den üblichen ein bis zwei Teelöffeln am Tag klinisch bedeutsam wird, ist nicht gesichert. Wer Antikoagulanzien einnimmt und größere Mengen möchte, bespricht das ärztlich.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Beere als Lebensmittel ist unproblematisch — essen, trinken, aufs Brot streichen wie bei jedem anderen Obst. Anders bei Extrakten und Kapseln: keine EMA-Monographie und damit keine Sicherheitsbewertung für die Schwangerschaft, keine klinischen Studien an Schwangeren, keine belastbaren Tierversuchsdaten. Das heißt nicht, dass Extrakte gefährlich sind, sondern dass wir es nicht wissen. Dasselbe gilt für konzentriertes Samenöl und für die Stillzeit.

Kinder

Frische Beeren, Saft, Konfitüre — alles unproblematisch und schon immer üblich. Was Kinder nicht brauchen, sind hochdosierte Extrakte oder Kapseln: Ihr Stoffwechsel arbeitet anders, ihre Leber verarbeitet Substanzen anders. Wer ein Präparat erwägt, fragt vorher den Kinderarzt.

Allergien und die erste äußerliche Anwendung

Außerordentlich selten: In der allergologischen Fachliteratur finden sich kaum Fallberichte, Kontaktallergien sind nicht dokumentiert. Wer auf andere Beeren empfindlich reagiert, sollte beim ersten Kontakt aufmerksam sein — nicht panisch, aufmerksam. Vor der ersten äußerlichen Anwendung, ob Samenöl auf der Haut oder ein Umschlag aus dem Blätteraufguss, gilt: erst an einer kleinen Stelle probieren.

Und ein Satz zur Werbung: Für die Behauptung, Knospenmazerate wirkten wie pflanzliches Cortison, gibt es keine kontrollierte Studie am Menschen — solche Präparate gehören nicht an die Stelle ärztlich verordneter Medikamente.

Diese Hinweise ersetzen keine medizinische Beratung. Bei Unsicherheiten, bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker. Die Faustregel des Buches: Lebensmittelmengen sind fast nie ein Problem, bei höher dosierten Extrakten fragt man nach.

Häufige Fragen

Woran erkennt man die Schwarze Johannisbeere?

Am sichersten am Geruch: Ein Blatt zwischen den Fingern zerrieben, riecht harzig, würzig und ein wenig wild — das kommt von den goldgelben Drüsen auf der Blattunterseite. Dazu drei- bis fünflappige, grob gezähnte Blätter, ein aufrechter Strauch von einem bis zwei Metern und Beeren in Rispen, vollreif tiefschwarz glänzend.

Wann sind Schwarze Johannisbeeren reif?

Zwischen Anfang Juli und Mitte August, je nach Sorte und Region — rund sechs Wochen Saison. Reif sind die Beeren, wenn sie tiefschwarz und glänzend sind, sich leicht von der Traube lösen und prall, aber nicht matschig sind. Innerhalb einer Rispe reifen sie ungleichmäßig: Die obersten sind zuerst so weit.

Warum trägt mein Strauch immer weniger?

Fast immer, weil er nicht geschnitten wird. Die Schwarze Johannisbeere fruchtet überwiegend am einjährigen Holz; ab dem vierten Jahr werden die Triebe unproduktiv, der Strauch vergreist — innen dicht, Triebe dünn, Beeren kleiner. Jedes Jahr die zwei bis drei ältesten Triebe bodennah herausschneiden.

Verliert die Beere beim Einfrieren ihren Wert?

Kaum. In Vergleichen zwischen frischen und tiefgefrorenen Beeren zeigen sich keine bedeutsamen Unterschiede im Anthocyangehalt — vorausgesetzt, das Einfrieren geschieht schnell und ohne Auftau-Zyklen. Auch das Pektin bleibt erhalten; empfindlicher ist Vitamin C, aber die Verluste sind anfangs gering.

Machen Schwarze Johannisbeeren im Sport einen Unterschied?

Eine doppelblinde, kontrollierte Studie der University of Chichester aus dem Jahr 2015 (Cook et al.) ließ vierzehn trainierte Männer ein Zeitfahren über 16,1 Kilometer absolvieren, einmal nach der Einnahme eines Cassis-Extrakts, einmal nach Placebo. Mit dem Extrakt waren sie im Schnitt 2,4 Prozent schneller — rund vierzig Sekunden. Das Buch sagt dazu ausdrücklich: Es ist wenig. Im Alltag merkt das niemand; im Zeitfahren entscheiden vierzig Sekunden über mehrere Plätze. Vierzehn Probanden, nur Männer, ein einziger Test und ein konzentrierter Extrakt statt frischer Beeren — die Studie erlaubt keine allgemeinen Aussagen, und ob Frauen, Ältere oder Untrainierte ähnlich reagieren, ist unbekannt.

Kann man die Blätter verwenden?

Traditionell ja — im Mai und Juni geerntet, schonend bei unter 40 Grad getrocknet, dunkel gelagert ein bis zwei Jahre haltbar. Sie enthalten Gerbstoffe, Quercetin, Myricetin, Kaempferol und ätherisches Öl, also ein anderes Profil als die Frucht. Gut kontrollierte klinische Studien am Menschen fehlen aber fast vollständig, und eine EMA-Monographie gibt es nicht: Wer den Tee trinkt, tut das auf Basis von Plausibilität und langer Tradition, nicht klinischer Belege. Für den Aufguss ein bis zwei gestrichene Teelöffel auf 250 ml Wasser, acht bis zehn Minuten ziehen lassen, zwei bis drei Tassen täglich — kur- oder phasenweise, nicht als Alltagsgetränk, denn hohe Gerbstoffmengen können auf Dauer die Magenschleimhaut reizen. Wer Eisenpräparate einnimmt, hält zwei Stunden Abstand.

Was ist das Samenöl, und wofür ist es gut?

Es wird aus den Kernen gepresst, die bei der Saftherstellung übrig bleiben, und enthält mit 15 bis 17 Prozent Gamma-Linolensäure eine Fettsäure, die in den meisten Pflanzenölen gar nicht vorkommt. Es ist eine eigene Kategorie, kein Fruchtprodukt: Anthocyane, Vitamin C und Pektin liefert es nicht. Üblich sind ein bis zwei Teelöffel täglich; wer Gerinnungshemmer einnimmt, fragt vorher nach.

Heilpflanzen neu entdeckt · Band 10

Das Buch zur Pflanze

Cover: Schwarze Johannisbeere von Clara Linden

Diese Seite ist ein Ausschnitt. Im Buch steht auf 21 Kapiteln die ganze Pflanze — von der Botanik über Inhaltsstoffe und Forschungslage bis zu Garten und Küche.

  • Die Pflanze im Porträt, ihre Geschichte und der Weg zum Cassis
  • Inhaltsstoffe verständlich erklärt — Anthocyane, Vitamin C, Pektin, Samenöl
  • Was die Forschung sagt: Augen, Gefäße, Blutzucker, Sport, Darm — und wo die Grenzen liegen
  • Die vergessene Blattdroge: Tradition, Chemie und eine ehrliche Studienbilanz
  • Beere, Saft, Extrakt oder Öl: welche Form für wen — und wann Vorsicht geboten ist
  • Anbau, Schnitt, Sorten, Ernte — und acht Rezepte vom Smoothie bis zur Wildsoße

Ruhig, verständlich und ohne Heilsversprechen geschrieben — von einer Autorin, die ihre eigene Pflanze auch dort klein redet, wo es nötig ist.

Quellen und Fachliteratur

Die Angaben dieser Seite stammen aus Band 10 der Reihe „Heilpflanzen neu entdeckt". Das vollständige Quellenverzeichnis steht im Buch; hier die zentralen Arbeiten.

  • Gopalan, A.; Reuben, S. C.; Ahmed, S.; Darvesh, A. S.; Hohmann, J.; Bishayee, A. (2012): The Health Benefits of Blackcurrants. Food & Function 3(8): 795–809.
  • Cook, M. D.; Myers, S. D.; Blacker, S. D.; Willems, M. E. T. (2015): New Zealand Blackcurrant Extract Improves Cycling Performance and Fat Oxidation in Cyclists. European Journal of Applied Physiology 115(11): 2357–2365.
  • Lappi, J.; Raninen, K.; Väkeväinen, K.; Kårlund, A.; Törrönen, R.; Kolehmainen, M. (2021): Blackcurrant (Ribes nigrum) Lowers Sugar-Induced Postprandial Glycaemia Independently and in a Product with Fermented Quinoa. British Journal of Nutrition 126(5): 708–717.
  • Matsumoto, H.; Nakamura, Y.; Tachibanaki, S.; Kawamura, S.; Hirayama, M. (2003): Stimulatory Effect of Cyanidin 3-Glycosides on the Regeneration of Rhodopsin. Journal of Agricultural and Food Chemistry 51(12): 3560–3563.
  • Ohguro, H.; Ohguro, I.; Katai, M.; Tanaka, S. (2012): Two-Year Randomized, Placebo-Controlled Study of Black Currant Anthocyanins on Visual Field in Glaucoma. Ophthalmologica 228(1): 26–35.
  • Edirisinghe, I.; Banaszewski, K.; Cappozzo, J.; McCarthy, D.; Burton-Freeman, B. M. (2011): Effect of Black Currant Anthocyanins on the Activation of Endothelial Nitric Oxide Synthase (eNOS) in Vitro in Human Endothelial Cells. Journal of Agricultural and Food Chemistry 59(16): 8616–8624.
  • Leventhal, L. J.; Boyce, E. G.; Zurier, R. B. (1994): Treatment of Rheumatoid Arthritis with Blackcurrant Seed Oil. British Journal of Rheumatology 33(9): 847–852.
  • Fotirić Akšić, M. et al. (2022): Does Shoot Age Influence Biological and Chemical Properties in Black Currant (Ribes nigrum L.) Cultivars? Plants 11(7): 866.
  • EFSA (2010): Scientific Opinion on the Substantiation of Health Claims Related to Pectins (ID 786, 818, 4692). EFSA Journal 8(10): 1747 — der Claim zum Blutzucker nach der Mahlzeit ist zugelassen, Bedingung sind 10 g Pektin je Mahlzeit (VO (EU) Nr. 432/2012).
  • EFSA (2011): Scientific Opinion on the Substantiation of Health Claims Related to Anthocyanins from Ribes nigrum L. and Improvement of Visual Adaptation to the Dark (ID 2750). EFSA Journal 9(4): 2204 — als nicht ausreichend belegt bewertet.
  • Europäische Kommission: EU-Register zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben — für Vitamin C bestehen zugelassene Angaben; für Frucht oder Extrakt der Schwarzen Johannisbeere besteht kein eigenständiger pflanzenstoffbezogener Claim.
  • Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) / HMPC: Für Ribes nigrum (Frucht, Blatt oder Extrakt) liegt keine pflanzliche Unionsmonographie und kein Eintrag in der Unionsliste vor (Stand 2026).
  • Souci, S. W.; Fachmann, W.; Kraut, H.: Die Zusammensetzung der Lebensmittel — Nährwert-Tabellen; U.S. Department of Agriculture: FoodData Central — Grundlage der Nährwertangaben (Vitamin C, Vitamin K, Kalium).
  • Royal Botanic Gardens, Kew — Plants of the World Online: Ribes nigrum L.