
April · Der Schlüssel
Für alle, die Mütter und Töchter sind und einander neu kennenlernen
Nora Westfield · Geschichten für ein ganzes Jahr
Zwölf Geschichten von Menschen, die einander etwas schenken, das in kein Geschenkpapier passt. Eine für jeden Monat – zum Lesen, Vorlesen und Verschenken.
Ich bin in Pension, nicht im Dienst. Dienstag geht.
Januar · Ein freier Dienstag
Einen festen Dienstag. Fünf ungeteilte Minuten. Einen Platz am Tisch. Ein Klingeln statt eines Schlüssels. In zwölf Geschichten erzählt Nora Westfield von Menschen, die einander etwas schenken, das in kein Geschenkpapier passt – warm, oft komisch und ohne erhobenen Zeigefinger.
Zu jedem Monat gehört eine Geschichte, und jede lässt sich in einer Viertelstunde vorlesen. Hier hängt das Jahr als Abreißkalender an der Wand. Reißen Sie ruhig ab.
Zwölf Monate, zwölf Geschichten
Jedes Blatt zeigt eine Geschichte: für wen sie ist und wie sie anfängt – nie, wie sie ausgeht.
Zwölf Blätter, eines für jeden Monat.
Januar

1 / 12 · etwa 9 Minuten Lesezeit
Für alle, die einfach da sind, wenn sie es versprochen haben
Pia hatte sich den Satz auf dem Heimweg zurechtgelegt, an der Ampel noch einmal geprüft und im Aufzug halblaut gesagt, damit er sich weniger fremd anfühlte.
So fängt sie an
Februar

2 / 12 · etwa 8 Minuten Lesezeit
Für alle, die in einem Menschen mehr sehen als sein Alter
Hilde Moser klickte.
So fängt sie an
März

3 / 12 · etwa 7 Minuten Lesezeit
Für alle, die ohne Aufsehen dafür sorgen, dass alles läuft
Der Übergabebogen hatte eine Seite.
So fängt sie an
April

4 / 12 · etwa 7 Minuten Lesezeit
Für alle, die Mütter und Töchter sind und einander neu kennenlernen
Der Schlüsseldienst hatte sich für zehn Uhr angekündigt, und um zehn nach zehn saß Ruth am Küchentisch ihrer Tochter und hielt den alten Schlüssel in der Hand, als könnte man ihn ihr noch wegnehmen.
So fängt sie an
Mai

5 / 12 · etwa 6 Minuten Lesezeit
Für alle, die nie Zeit haben – und für die, denen wir sie schenken
Nele hatte an diesem Morgen bereits elf Dinge erledigt, bevor sie die Wohnungstür hinter sich zuzog, und das zwölfte stand im Treppenhaus und hielt ein Paket.
So fängt sie an
Juni

6 / 12 · etwa 6 Minuten Lesezeit
Für alle, die mitsingen, auch wenn die Stimme nicht mehr ganz will
Bei Takt vierundzwanzig brach Dieters Stimme weg.
So fängt sie an
Juli

7 / 12 · etwa 6 Minuten Lesezeit
Für alle, die jemanden vermissen und ihn gern noch besser kennen würden
In der Werkstatt ihres Vaters hatte jede Schublade ein Etikett.
So fängt sie an
August

8 / 12 · etwa 7 Minuten Lesezeit
Für alle, die sich nach vielen Jahren noch überraschen
Walter suchte die Garantie für den Rasenmäher, als er die Karte fand.
So fängt sie an
September

9 / 12 · etwa 6 Minuten Lesezeit
Für alle, die sich trauen, „Es tut mir leid“ ohne Nebensatz zu sagen
Die Gemeinde hatte die Stände nach dem Alphabet verteilt, und deshalb stand Martin Kerschbaum mit seiner Fahrradwerkstatt am Samstagmorgen um halb neun neben Nina Kessler und ihrem Lastenrad, und zwischen ihnen lagen ein Meter Kopfsteinpflaster und drei Jahre.
So fängt sie an
Oktober

10 / 12 · etwa 6 Minuten Lesezeit
Für alle, die eine Freundin haben, mit der man sich lächerlich machen darf
„Du führst“, sagte Gerti.
So fängt sie an
November

11 / 12 · etwa 7 Minuten Lesezeit
Für alle, die Geschwister sind und nicht immer einer Meinung
Liv sah ihren Bruder, bevor er sie sah.
So fängt sie an
Dezember

12 / 12 · etwa 8 Minuten Lesezeit
Für alle, an deren Tisch noch Platz ist
Georg kochte für zwei. Das lag nicht an ihm, sondern an seinen Händen.
So fängt sie an
Das dreizehnte Blatt

Zwölf Antworten stehen in diesem Buch.
Die dreizehnte kennen Sie besser als ich.
Nora Westfield, aus dem Nachwort
Tipp: Sie können das Blatt auch zur Seite wischen.
Der Geschenkfinder
Jede Geschichte ist für jemanden geschrieben. Wählen Sie, wen Sie beschenken möchten – wir schlagen die passende Geschichte auf.
Tippen Sie auf einen Menschen.
Für Mütter und Töchter, die einander nach Jahren neu kennenlernen.

April · Der Schlüssel
Für alle, die Mütter und Töchter sind und einander neu kennenlernen
Für die eine Freundin, mit der man sich lächerlich machen darf.

Oktober · Linkes Bein, rechtes Bein
Für alle, die eine Freundin haben, mit der man sich lächerlich machen darf
Für alle, die nach vielen Jahren noch überraschen – und mehr sind als ihr Alter.

August · Zu wenig Zucker
Für alle, die sich nach vielen Jahren noch überraschen

Februar · Alle einsteigen
Für alle, die in einem Menschen mehr sehen als sein Alter
Für die, die einfach da sind – und für die, denen wir öfter fünf Minuten schenken sollten.

Januar · Ein freier Dienstag
Für alle, die einfach da sind, wenn sie es versprochen haben

Mai · Fünf Minuten
Für alle, die nie Zeit haben – und für die, denen wir sie schenken
Für Geschwister, die nicht immer einer Meinung sind.

November · Bis zur Brücke
Für alle, die Geschwister sind und nicht immer einer Meinung
Für alle, die ohne Aufsehen dafür sorgen, dass alles läuft.

März · Die letzte Runde
Für alle, die ohne Aufsehen dafür sorgen, dass alles läuft
Für alle, an deren Tisch noch Platz ist.

Dezember · Der zweite Teller
Für alle, an deren Tisch noch Platz ist
Für alle, die einen Menschen vermissen – und ihn gern noch besser kennen würden.

Juli · Die andere Seite der Karte
Für alle, die jemanden vermissen und ihn gern noch besser kennen würden
Für alle, die mitsingen, auch wenn die Stimme nicht mehr ganz will.

Juni · Der falsche Ton
Für alle, die mitsingen, auch wenn die Stimme nicht mehr ganz will
Für alle, die sich trauen, „Es tut mir leid“ ohne Nebensatz zu sagen.

September · Ein Satz ohne Aber
Für alle, die sich trauen, „Es tut mir leid“ ohne Nebensatz zu sagen
Hineinlesen
Die ersten Absätze der Januar-Geschichte. Kurz, wie das Buch selbst.
Januar · Ein freier Dienstag
Pia hatte sich den Satz auf dem Heimweg zurechtgelegt, an der Ampel noch einmal geprüft und im Aufzug halblaut gesagt, damit er sich weniger fremd anfühlte. Er lautete: „Herr Hartl, hätten Sie vielleicht an einem Dienstagabend Zeit?“ Er war höflich, er war kurz, und er ließ jedem eine Tür offen, durch die man sich ohne Verlegenheit entfernen konnte.
Was er nicht tat, war, in dieser Reihenfolge aus ihrem Mund zu kommen, als Bernd Hartl am Donnerstag bei den Briefkästen stand und Werbeprospekte in den Altpapiercontainer sortierte.
„Ich wollte Sie fragen“, sagte sie, „also, nur falls, und wirklich nur, wenn es Ihnen passt – an einem Dienstag vielleicht. Abends. Wegen Tom.“
Bernd sah sie über den Rand eines Möbelhauskatalogs an. Er war neunundsechzig, trug zu jeder Jahreszeit dieselbe grüne Strickweste und hatte vierzig Jahre lang Grundstücke vermessen, was man daran merkte, dass sein Blick beim Warten auf den Aufzug gelegentlich die Länge des Flurs abschritt.
„Dienstag“, sagte er. „Geht schon.“
„Wirklich?“
„Ich bin in Pension, nicht im Dienst. Dienstag geht.“ Er ließ den Katalog in den Container fallen. „Nächste Woche?“
„Nächste Woche“, sagte Pia, und weil das Ja so schnell gekommen war, so leicht, wie man jemandem die Tür aufhält, sagte sie nicht dazu, dass es nicht um eine Stunde ging, sondern um dreieinhalb, und nicht um einen Dienstag, sondern um sechs.
Oben saß Tom am Küchentisch und schnitt Fische aus dem Prospekt eines Supermarkts aus. Er war sieben und hatte die Angewohnheit, Erwachsene so anzusehen, als würde er sich Notizen machen.
„Hat er Ja gesagt?“
„Hat er.“
„Zu was genau?“
Pia öffnete den Kühlschrank, obwohl sie nichts darin suchte.
Wie es mit Pia, Tom und Herrn Hartl weitergeht – und warum es um mehr als einen Dienstag geht –, steht im Buch.
Für · Von · Weil
Wenn Ihnen dieses Buch geschenkt wurde, hat jemand an Sie gedacht, und zwar länger, als das Einpacken gedauert hat.
Nora Westfield, aus dem Nachwort
Im Taschenbuch ist die erste Seite für Sie reserviert: Für wen, von wem – und vor allem: weil. Probieren Sie hier aus, wie Ihre Widmung aussieht.
Was Sie hier eintippen, bleibt auf Ihrem Gerät. Nichts wird gesendet oder gespeichert.
Im Taschenbuch: vorn die Widmungsseite, hinten eine Seite „Was ich dir schenken möchte“ zum Ausfüllen. Im eBook entfallen beide.
Für
Mama
Von
deiner Großen
Weil
du immer da warst, wenn du es versprochen hast.
Das Buch
Zwölf Geschichten für ein ganzes Jahr – zum Lesen, Vorlesen und Verschenken.
Geschenkbuch · ErzählungenZwölf Geschichten von Menschen, die einander etwas schenken, das in kein Geschenkpapier passt.
3,99 € · eBook · auch als Taschenbuch
Mehr zum Buch →Ein Geschenkbuch für Erwachsene, ohne Vorwissen lesbar. Im Taschenbuch mit Widmungsseite vorn und einer Seite zum Ausfüllen hinten.

Nora WestfieldNora Westfield erzählt von Menschen, die einander mehr schenken, als in Geschenkpapier passt – in ihren Romanen um Stillwater Bay ebenso wie in den zwölf Geschichten dieses Buches, eine für jeden Monat.

In Nora Westfields Winterroman „Vierundzwanzig Fenster bis zu dir“ geht in einer Straße am Meer im Dezember jeden Abend um sechs ein neues Fenster an.
Zur Fensterstraße →Fragen
Nein. Es sind zwölf eigenständige Geschichten, eine für jeden Monat, jede in sich abgeschlossen. Man kann jeden Monat eine lesen – oder alle an einem Sonntag.
Jede lässt sich in einer Viertelstunde vorlesen: abends für sich allein, in der Seniorenrunde oder im Advent für die ganze Familie.
Für alle, die jemandem etwas Persönliches schenken möchten – Mutter, Freundin, Schwester, Nachbarin, Großeltern. Weil es durch ein ganzes Jahr führt und nur eine Geschichte an Weihnachten spielt, passt es zu Weihnachten ebenso wie zum Geburtstag, Muttertag, Ruhestand oder als Danke.
Nein. Die zwölf Geschichten sind eigenständig und haben mit Stillwater Bay nichts zu tun. Sie spielen heute, mit einer leichten österreichischen Färbung – Marillenknödel inklusive.
Ja, bei Amazon als eBook (3,99 €) und als Taschenbuch mit Widmungsseite (12,10 €).
Im Taschenbuch ja: Vorn steht eine Seite „Für … Von … Weil …“, hinten eine Seite „Was ich dir schenken möchte“. Im eBook entfallen beide Seiten.
Ein kurzes Nachwort und „Zwölf kleine Gesten“: für jeden Monat eine Idee, was man selbst verschenken kann, ohne etwas zu kaufen.
Er schlägt den aktuellen Monat auf. Mit „Abreißen“ – oder einem Wisch zur Seite – blättern Sie weiter, unten wählen Sie jeden Monat direkt. Jedes Blatt zeigt, wie eine Geschichte anfängt, nie, wie sie ausgeht. Die Seite speichert nichts.