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Gemaltes Panorama im Abendlicht: ein altes Steinhaus zwischen Heide und Bergen, dahinter das Meer mit einem weißen Leuchtturm auf einer kleinen Felsinsel

Die Erben des Nordens · Die Welt der Romane

Die Erben des Nordens

Drei Männer, drei Landschaften, ein Erbe: das Schweigen der Väter. Liebesromane aus dem Norden Schottlands.

„Das Land vergisst nicht. Es wartet nur, bis du bereit bist, es zu hören.“

Motto der Reihe

Was Väter hinterlassen

Drei Männer kehren in den Norden Schottlands zurück, jeder an einen anderen Ort: ein Anwalt auf das verfallene Gut seiner Familie in Assynt, ein Tierarzt auf eine Insel vor Orkney, ein Pianist in das Tal seines Vaters. Jeder erbt etwas, das er sich nicht ausgesucht hat – und jeder findet ein Stück Vergangenheit, das seine eigene Geschichte kommentiert: Briefe, ein Logbuch, Tonbänder.

„Die Erben des Nordens“ sind drei in sich abgeschlossene Liebesromane. Wer sie nacheinander liest, begegnet den Paaren der früheren Bände wieder – als Freunden, als Menschen, die geblieben sind.

Drei Orte

Stein, Meer und ein Tal, das antwortet

Altes Steinhaus mit erleuchtetem Fenster in der Heide, dahinter ein Loch und karge Berge unter dunklen Wolken

Dunmoor Estate

„Dieses Haus gehörte hierher. Es war nicht in die Landschaft gebaut worden – es war aus ihr gewachsen, aus demselben Stein, derselben Erde, demselben Schweigen.“

Das Schweigen von Dunmoor, Kapitel 2

Ein Herrenhaus in Assynt, im Nordwesten der Highlands, zwischen Loch und kargen Bergen. Der Nordflügel ist seit Jahren gesperrt. Lachlan will das Gut verkaufen – Finn soll es vermessen.

Weißer Leuchtturm und kleines Wärterhaus auf einer grünen Felskuppe über dem Meer im goldenen Abendlicht

Skerry

„Die Gezeitenbrücke — bei Ebbe eine Steinzunge, bei Flut unsichtbar — lag frei, glänzend, mit Algen bedeckt, die in der Morgensonne wie nasses Kupfer schimmerten.“

Das Licht über Skerry, Kapitel 2

Eine kleine Felsinsel vor der Westküste von Orkney, mit Leuchtturm und altem Wärterhaus. Erreichbar nur bei Ebbe, zweimal am Tag, jeweils etwa drei Stunden. Kein Telefonnetz – nur oben beim Leuchtturm manchmal ein Balken.

Weites Hochlandtal im Gegenlicht, in der Mitte ein Steinhügel und ein kleines Haus, ein Bach schlängelt sich durchs Tal

Cairn Mor

„Es war zwecklos, leise zu sein in einem Tal, das alles wiederholte.“

Das Echo von Cairn Mor, Kapitel 2

Ein niedriges Steinhaus am Ende der Straße im Glen Mor, in den Central Highlands. Das Tal nimmt jeden Laut und gibt ihn zurück – ein Stück später, ein Stück tiefer. Im Keller wartet das Studio des Vaters.

Verlassener Flur eines alten Herrenhauses, Staub im Licht hoher Fenster, am Ende eine verschlossene Holztür mit Eisenbändern

„Hör zu, Lachlan. Das Haus spricht.“

Das Schweigen von Dunmoor, Kapitel 1

Drei Paare

Wer sich im Norden begegnet

Jeder Band folgt einem eigenen Paar, einem eigenen Ort und einer eigenen Jahreszeit. Die Figuren kennen einander – und kehren in den Folgebänden als Nebenfiguren wieder.

1

Oktober bis April · Assynt

Das Schweigen von Dunmoor

Lachlan DunmoorAnwalt aus Edinburgh, zwölf Jahre nicht zu Hause

&

Fionnuala „Finn“ MacRaeRestaurierungsarchitektin, liest in Mauern

2

Juni bis Oktober · Orkney

Das Licht über Skerry

Ruaridh MacLeodTierarzt, der zu viel lacht

&

Britta JohanssonMeeresbiologin aus Göteborg

3

Januar bis Mai · Glen Mor

Das Echo von Cairn Mor

Eòin MacAllisterPianist, der nicht mehr spielt

&

Saoirse BrennanBriefträgerin, die auf ihrer Runde singt

Ruaridh ist in Band 1 Lachlans einziger Freund – der Mann, der ihm sagt: „Sag es ihr.“ In Band 2 erzählt er seine eigene Geschichte.

Assynt, Orkney und die Central Highlands gibt es. Das Gut Dunmoor, die Insel Skerry und das Haus Cairn Mor sind erfunden.

Erbstücke

Was die Väter hinterlassen haben

In jedem Band spricht die Vergangenheit mit – nicht als Rückblende, sondern als Dokument, das jemand findet.

Offene Holzkassette mit Messingbeschlägen, darin ein Bündel vergilbter Briefe mit grüner Schleife und gebrochenem rotem Siegel

Die Briefkassette

„Es gibt Dinge, Sìle, die man nicht ausspricht – nicht weil die Worte fehlen, sondern weil man fürchtet, was geschieht, wenn man sie einmal in die Welt gesetzt hat.“

Hinter einer versiegelten Tür im Nordflügel: Briefe von 1847, nie abgeschickt. Fast hundertachtzig Jahre alt – und Lachlan erkennt darin die Sätze seines eigenen Vaters wieder.

Aufgeschlagenes altes Logbuch neben einer Petroleumlampe am Fenster, draußen ein Leuchtturm im Abendlicht

Das Logbuch

„Das Licht heute Abend: ungewöhnlich. Tief, von Westen, Gold auf Silber.“

Wind, Flut, Ebbe, Sicht – so beginnt jeder Eintrag des Wärters von Skerry im Juni 1923. Dazwischen, knapp und trocken, steht, was er verlor. Und was er danach noch tat.

Tonbandgerät mit zwei Spulen in einem Kellerstudio, daneben Stapel alter Bandschachteln, ein Mikrofon und eine Geige im Lampenlicht

Die Tonbänder

„Das hier war ein Ton, den er hielt, damit er ihn nicht verlor.“

Im Keller von Cairn Mor: ein Mischpult aus den Achtzigern, Regale voller Tonbänder, dreißig Jahre gesammelte Stimmen – von einem Mann, der mit seinem eigenen Sohn kaum je gesprochen hat.

Drei Metaphern

Schweigen · Licht · Echo

Jeder Band hat seine eigene Landschaft und sein eigenes Bild: Stein, Meer, Klang.

Ein Mann geht über einen Heidepfad auf ein altes Steinhaus am Loch zu, dunkle Wolken
Band 1Schweigen
Lachlan hat das Schweigen seines Vaters gelernt wie andere Kinder das Fahrradfahren. Die Frage ist, ob man sprechen lernen kann, bevor es zu spät ist.
Ein Mann geht bei Ebbe über nasse Felsen auf einen Leuchtturm zu, die Sonne steht tief über dem Meer
Band 2Licht
Ruaridh sucht die Bucht, in der sein Bruder ertrank – nicht um zu heilen, sondern um zu büßen. Auf Skerry lernt er, dass Licht nicht nur von oben fällt.
Ein Mann geht durch ein enges Tal auf einen Steinhügel und ein kleines Haus zu, goldene Wolken
Band 3Echo
Eòin will das Haus verkaufen und verschwinden. Cairn Mor wirft jeden Klang zurück – und ein Echo ist kein Imitat. Es ist der Beweis, dass etwas einmal geklungen hat.

Hintergrund

Was an den Orten echt ist

Dunmoor, Skerry und Cairn Mor sind erfunden. Die Landschaften um sie herum nicht. Vier Hintergründe, die man beim Lesen kennen darf, aber nicht muss.

AssyntBand 1

Das älteste Gestein Europas

Im Nordwesten der Highlands tritt Lewisian-Gneis zutage – mit bis zu drei Milliarden Jahren eines der ältesten Gesteine Europas. Die Gegend um Assynt gehört heute zum North West Highlands UNESCO Global Geopark. Kein Wunder, dass in Band 1 alles aus Stein ist: das Haus, die Mauern, das Schweigen.

OrkneyBand 2

Inseln, die nur bei Ebbe Inseln sind

Auf Orkney Mainland erreicht man den Brough of Birsay nur bei Niedrigwasser über einen Damm aus Fels und Tang. Skerry ist erfunden, aber nach diesem Muster gebaut. Das Wort selbst stammt aus dem Altnordischen: sker, die Felsklippe – bis 1468 gehörte Orkney zu Norwegen.

bis 1998Band 2

Leuchttürme ohne Wärter

Die Leuchttürme an Schottlands Küsten betreibt das Northern Lighthouse Board, viele davon hat die Ingenieursfamilie Stevenson gebaut. Jahrzehntelang wohnten Wärter bei den Lampen, führten Logbücher über Wetter und Gezeiten. Als letzter wurde 1998 Fair Isle North automatisiert – seitdem brennt das Licht ohne sie.

ab 1951Band 3

Stimmen auf Tonband

Seit 1951 haben Sammler der School of Scottish Studies in Edinburgh alte gälische und schottische Lieder auf Band aufgenommen, oft in Küchen und auf Höfen. Darunter die Waulking Songs, die Frauen beim Walken des Tweeds sangen. Vieles davon ist heute im Online-Archiv Tobar an Dualchais zu hören – so wie die Sammlung im Keller von Cairn Mor.

Quellen zum historischen Hintergrund
  • North West Highlands UNESCO Global Geopark: Geologie von Assynt und Lewisian-Gneis (nwhgeopark.com).
  • Historic Environment Scotland: Brough of Birsay (historicenvironment.scot).
  • Northern Lighthouse Board: Geschichte der Leuchttürme und der Automatisierung (nlb.org.uk).
  • University of Edinburgh, School of Scottish Studies Archives; Tobar an Dualchais – Kist o Riches (tobarandualchais.co.uk).
  • Überblicksdarstellungen zur Geschichte Orkneys (Verpfändung an Schottland 1468).
Schneebedecktes Hochlandtal im Morgenrot, ein langes Steinhaus am Hang mit Rauch aus dem Schornstein, ein Feldweg führt hin

„Das Tal hielt den Atem an.“

Das Echo von Cairn Mor, Kapitel 1

Aussprache

Wie spricht man das aus?

Die Namen der Reihe sind gälisch oder irisch – und selten so, wie sie aussehen. Ungefähre Aussprache für deutsche Leserinnen und Leser, betonte Silbe in Großbuchstaben.

Lachlan (LOCH-len)
Held von Band 1. Das ch wie in „Bach“.
Fionnuala (fin-NU-la)
Heldin von Band 1, meist nur „Finn“ genannt.
Sìle (SCHIE-le)
Die Frau, an die 1847 die Briefe gerichtet sind. Gälische Form von Sheila.
Màiri (MAA-ri)
Haushälterin auf Dunmoor. Gälisch für Maria.
Ruaridh (RU-e-ri)
Held von Band 2. Entspricht dem englischen Roderick.
Eòin (Jooon)
Held von Band 3. Ein Laut, mit langem, offenem o wie im englischen „yawn“. Gälisch für Johannes.
Saoirse (SIER-sche)
Heldin von Band 3. Irischer Name, bedeutet „Freiheit“.
Dòmhnall (DOO-el)
Eòins Vater. Gälisch für Donald; das mh bleibt fast stumm.
Cairn Mor (Kehrn Mohr)
„Großer Steinhaufen“, gälisch càrn mòr. Name des Hauses in Band 3.
Skerry (SKÄ-ri)
Kleine Felsinsel, vom altnordischen sker. Schauplatz von Band 2.
Cèilidh (KEH-li)
Geselliger Abend mit Musik, Tanz und Geschichten.
Assynt (ÄSS-int)
Landschaft in Sutherland, im Nordwesten der Highlands. Schauplatz von Band 1.

Die Bücher

Die Erben des Nordens

Drei Bände, drei Paare, drei Orte. Jeder Band ist in sich abgeschlossen – am schönsten liest man sie in der Reihenfolge.

Für alle, die atmosphärische Liebesromane mit Tiefgang lieben – Slow Burn, Familiengeheimnisse und ein Schottland abseits der Postkarte.

Chris van de Bergen

Chris van de BergenChris van de Bergen schreibt atmosphärische Liebesromane aus den schottischen Highlands. Seine „Highland-Saga" erzählt über drei Generationen hinweg von einem Tal, das sich erinnert, und von Menschen, die lernen, ihm zuzuhören. Mit der neuen Reihe „Die Erben des Nordens" kehrt er zurück nach Schottland – Familiengeheimnisse, verfallene Güter und die Frage, ob man sprechen lernen kann, bevor es zu spät ist. Slow-Burn-Romantik zwischen Torf, Stein und Nebel, für alle, die Outlander und die Brontë-Schwestern lieben.

Cover: Das Flüstern der Highlands

Noch mehr Schottland?

Glen Airen – die Welt der Highland-Saga: ein Tal, drei Generationen der Familie Fraser und drei Liebesgeschichten im 19. Jahrhundert.

Nach Glen Airen →

Fragen

Häufige Fragen

In welcher Reihenfolge lese ich die Erben des Nordens?

Am schönsten in der Reihenfolge der Bände: Das Schweigen von Dunmoor, Das Licht über Skerry, Das Echo von Cairn Mor. Jeder Band erzählt eine eigene, abgeschlossene Liebesgeschichte.

Kann ich mit Band 2 oder 3 einsteigen?

Ja. Jeder Band hat ein eigenes Paar und einen eigenen Ort. Wer die früheren Bände kennt, erkennt einige Nebenfiguren wieder – nötig ist das nicht.

Wie enden die Bücher?

Jeder Band schließt die Liebesgeschichte seines Paares ab, ohne Cliffhanger. Die Enden sind leise – eher ein Anfang als ein Feuerwerk.

Sind das historische Romane?

Nein, die Romane spielen in der Gegenwart. Aber in jedem Band spricht die Vergangenheit mit: Briefe von 1847, ein Logbuch von 1923, Tonbänder aus drei Jahrzehnten.

Hängt die Reihe mit der Highland-Saga zusammen?

Nein. Beide Reihen stammen von Chris van de Bergen, erzählen aber eigene Welten: Die Highland-Saga spielt im 19. Jahrhundert im erfundenen Glen Airen, die Erben des Nordens in der Gegenwart an drei Orten im Norden Schottlands.

Gibt es Dunmoor, Skerry und Cairn Mor wirklich?

Nein. Echt sind die Landschaften – Assynt im Nordwesten, die Orkney-Inseln und die Central Highlands. Das Gut, die Insel und das Haus im Tal sind erfunden.