Eichenberg Verlag Eichenberg VerlagAlle WeltenAlle Bücher
Gemalte Winternacht über Glen Airen, vom Hang im Nordosten gesehen: ein Pfad zwischen verschneiten Trockenmauern führt zu einem einzelnen Hof, dessen Fenster dunkel sind; unten das Dorf mit erleuchteten Fenstern, dahinter die Burg auf ihrem Felssporn und das zugefrorene Loch mit der kleinen Insel, darüber Sterne und eine schmale Mondsichel

Highland-Saga · Winterroman · Dezember 1851

Hogmanay in den Highlands

Vierzehn Nächte bis Neujahr. Im ganzen Tal brennt ein Licht im Fenster – nur oben am Hang nicht.

„Wer als Erster über die Schwelle tritt, fragt nicht.“

Hogmanay in den Highlands

Willkommen zurück in Glen Airen

Dezember 1851. Dreizehn Winter nach dem Advent der vierundzwanzig Briefe liegt das Tal wieder unter Schnee. Am Pass stehen Häuser ohne Dach; ihre Leute sind nach Pictou oder Adelaide gegangen.

Rob Lennie kommt zurück, nach zwölf Jahren bei der Hudson’s Bay Company, in einem Mantel aus einer Handelsdecke und mit einem Knie, das den Frost nicht mehr mag. Er will nur das Haus seines Großvaters verkaufen. Dann schließt der Schnee den Pass.

Oben am Hang führt Janet Duthie ihren Hof allein. Im ganzen Tal steht an diesen Abenden ein Licht im Fenster. Nur bei ihr nicht.

Vierzehn Nächte bis Hogmanay

Das Tal, Nacht für Nacht

Vom 17. Dezember bis Hogmanay sind es vierzehn Nächte. Jedes Licht im Tal steht für eine davon – mit dem Tag, einem Satz aus dem Kapitel und einem Blick an den Himmel über Glen Airen.

Nur ein Haus hat kein Licht. Es steht oben am Hang.

Vierzehn Lichter, vierzehn Nächte – tippen Sie auf eines.

Gemaltes Hochlandtal Glen Airen bei Nacht im Schnee, von Süden gesehen: links ein teils zugefrorenes Loch mit Felsinseln, auf einem Felssporn die Burg mit Steg, rechts das Dorf am Bach mit Steinbrücken, dahinter Wald und Wasserfall, vierzehn verstreute Häuser mit warm erleuchteten Fenstern, oben rechts am Hang ein einzelner Hof mit dunklen Fenstern, darüber Sterne

Tippen Sie auf ein Licht im Tal – oder auf das dunkle Haus oben am Hang.

Auf Pinterest merken

Figuren

Das ganze Tal redet mit

Zwei, die zwölf Jahre lang nicht gefragt haben – und ein Dorf, das sich einmischt.

Zwölf Jahre bei der Hudson’s Bay Company

Rob Lennie

Er ist im Tal aufgewachsen, im Haus seines Großvaters am unteren Ende. Jetzt kommt er zurück, in einem Mantel aus einer Handelsdecke und mit einem Knie, das den Frost nicht mehr mag. Er will das Haus verkaufen und vor Neujahr wieder fort sein.

Der Hof oben am Hang

Janet Duthie

Sie führt den Hof allein, hält ihre Hennen wärmer als manchen Mann und hat Rob damals nicht gebeten zu bleiben. Als Einzige im Tal stellt sie kein Licht ins Fenster.

Die Bäckerin, die niemanden fragt

Effie

Im Backhaus nimmt sie die Bestellungen für Hogmanay an. Und sie weiß noch genau, wer vor zwölf Jahren sein Brot nicht abgeholt hat.

Der Fuhrmann

Tam

Er denkt mit dem ganzen Gesicht nach, fährt den letzten Wagen über den Pass und wärmt sich die Hände am liebsten an der Wand neben dem Ofenloch.

Der Käufer aus Northumberland

Mr. Ord

Ein Schafzüchter, der das Haus kaufen will – und dafür erst einmal über den Pass muss, auf einem viel zu kleinen Pony.

Bilder aus dem Buch

Was man im Tal sieht

Grauer, zottiger Hütehund mit einem stehenden und einem hängenden Ohr liegt auf der steinernen Schwelle eines strohgedeckten Hauses im Schnee

Der graue Hund

„…ein grauer Hund, der sich jeden Abend auf die Schwelle legt, als hätte er dort schon immer gewohnt.“

Aus dem Klappentext

Am zweiten Morgen liegt er vor Robs Tür, ein Ohr steht, eins hängt. Wem er gehört, weiß keiner.

Gemaltes Backhaus im Winter: ein glühender Brotofen in einer Steinwand, davor auf einem bemehlten Tisch ein runder, dunkler Gewürzkuchen im Teigmantel, am Fenster Schnee

Das Backhaus

„Es roch nach Birke und nach Gewürz.“

30. Dezember – Der Bun

Hier backt die Bäckerin jedes Jahr den Bun für Hogmanay, einen dunklen Gewürzkuchen im Teigmantel. Wer bestellt hat, bekommt sein Viertel. Wer es sich mit ihr verdorben hat, bekommt den Laib vom Rand.

Eine alte eiserne Öllampe steht ungebraucht auf dem Brett eines halb offenen Holzschranks, daneben Eier in einer Schale, durch ein kleines vereistes Fenster fällt kaltes Licht

Die Lampe im Schrank

„Im Schrank steht die Lampe ihrer Großmutter, seit dreizehn Jahren unberührt.“

Aus dem Klappentext

Eine eiserne Öllampe, wie sie im Hochland jedes Haus hatte. Warum sie nicht mehr im Fenster steht, erzählt das Buch.

Der Brauch

Wer als Erster über die Schwelle tritt

In der Neujahrsnacht zählt in Glen Airen nicht, wer zuerst anstößt, sondern wer zuerst hereinkommt. Legen Sie auf den Tisch, was der Erste mitbringt.

Gemaltes Stillleben an einer offenen Haustür in der Neujahrsnacht: ein Torfsod, Salz in braunem Papier, ein Stück dunkler Bun im Teigmantel und ein Zinnbecher, dahinter die Schwelle und ein verschneites Tal unter Sternen
Auf Pinterest merken

Was der Erste mitbringt

Noch liegt nichts auf dem Tisch.

    Die vier Gaben zählt im Roman Gil Cargill auf. Was sie bedeuten, ist überliefertes Brauchtum und steht so nicht im Buch.

    Drei Regeln, wie Gil Cargill sie erklärt

    1. „Dunkel muss er sein“

      25. Dezember – Die Regeln

      Das Haar zählt. Ein Blonder bringt Unglück, heißt es im Tal – das komme von den Nordmännern, die blond über das Wasser gekommen sind.

    2. „Und nicht mit leeren Händen“

      25. Dezember – Die Regeln

      Torf, Salz, ein Stück vom Bun und ein Schluck. Und der rechte Fuß geht zuerst über die Schwelle.

    3. „Der Erste fragt nicht. Das ist die wichtigste.“

      25. Dezember – Die Regeln

      Wer zuerst kommt, klopft nicht und wartet nicht, bis man ihn hereinbittet. Das haben die Alten so gewollt – damit keiner im Haus nein sagen muss.

    Bliadhna mhath ùr!

    Mar sin dhuit fhèin.

    „Ein gutes neues Jahr!“ – „Dir ebenso.“ So grüßt man im Tal in der Neujahrsnacht.

    Gemaltes verschneites Glen Airen bei Mondnacht, von Süden gesehen: das Dorf am Bach mit Steinbrücken und erleuchteten Fenstern, links die Burg auf ihrem Felssporn am zugefrorenen Loch, dahinter Wald und gefrorener Wasserfall

    „Wer als Erster über die Schwelle tritt, fragt nicht.“

    Hogmanay in den Highlands

    Zeitleiste

    Wo der Winter 1851 liegt

    Der Roman spielt im selben Tal wie die Highland-Saga, zwei Winter nach ihrem dritten Band. Man kann ihn vorher, nachher oder ganz ohne die Saga lesen.

    1. Oktober 1820Das Flüstern der Highlands

      Elara MacKinnon kommt als Gouvernante nach Airen.

    2. Dezember 1838Advent in den Highlands

      Die Briefe von 1806 kommen zurück ins Tal.

    3. Frühsommer 1847Die Stimmen der Highlands

      Alistair Fraser, der Junge aus der Schmiede, ist erwachsen.

    4. Spätsommer 1849Die Seele der Highlands

      Catriona Fraser kehrt nach achtzehn Jahren heim.

    5. Dezember 1851Hogmanay in den Highlands

      Rob Lennie kommt nach zwölf Jahren zurück – vierzehn Nächte vor Hogmanay.

    Glen Airen und seine Menschen sind erfunden. Die Jahreszahlen folgen der Zeittafel der Reihe.

    Hintergrund

    Ein Winter in den Highlands, 1851

    Glen Airen ist erfunden, der Winter drumherum nicht. Vier Dinge, die man beim Lesen wissen darf, aber nicht muss.

    1640 – 1958Glen Airen

    Hogmanay statt Weihnachten

    Die Kirche von Schottland hielt nichts vom Weihnachtsfest; 1640 verbot es das schottische Parlament, gesetzlicher Feiertag wurde der 25. Dezember erst 1958. Gefeiert wurde der Jahreswechsel. Im Roman fällt Weihnachten 1851 auf einen Donnerstag, und im Tal wird gearbeitet wie an jedem Donnerstag.

    Neujahrsnachtder Brauch

    Der Erste über der Schwelle

    Wer nach Mitternacht als Erster ein Haus betritt, bringt ihm das neue Jahr. Ein dunkelhaariger Mann galt als gutes Zeichen, ein Blonder erinnerte an die Nordmänner. Er kam nicht mit leeren Händen, sondern mit etwas zum Heizen, Salz, Gebackenem und einem Schluck.

    1670 – 1870Rob Lennie

    Zwölf Jahre bei der Company

    Die Hudson’s Bay Company holte ihre Arbeiter lange vor allem aus Orkney und den Highlands, Männer, die Kälte kannten und für mehrere Jahre unterschrieben. Die Schiffe liefen über Stromness zur Bucht im Norden Kanadas. Wer heimkehrte, landete im Herbst wieder in Stromness, wie Rob Lennie im Oktober 1851.

    1846 – 1852das Tal

    Die leeren Häuser am Pass

    Nach der Kartoffelfäule von 1846 und den Räumungen zugunsten der Schafzucht verließen Tausende die Highlands. 1852 entstand die Highland and Island Emigration Society; Schiffe fuhren nach Nova Scotia und Australien. Im Roman stehen am Pass Häuser ohne Dach, deren Leute nach Pictou oder Adelaide gegangen sind.

    Quellen zum historischen Hintergrund
    • Überblicksdarstellungen zur Geschichte des Weihnachtsfests in Schottland: Parlamentsbeschluss 1640, gesetzlicher Feiertag seit 1958; Hogmanay.
    • Historic UK: The History of Hogmanay (historic-uk.com/HistoryUK/HistoryofScotland/The-History-of-Hogmanay/).
    • First-foot (Überblicksdarstellung, en.wikipedia.org/wiki/First-foot).
    • University of Aberdeen, Material Histories: Joining Up – Anwerbung für die Hudson’s Bay Company (abdn.ac.uk/materialhistories/joining.php).
    • Highland Potato Famine und Highland and Island Emigration Society, 1846–1857 (Überblicksdarstellungen, en.wikipedia.org).

    Das Buch

    Hogmanay in den Highlands

    Wer als Erster über die Schwelle tritt. Eine abgeschlossene Wintergeschichte aus Glen Airen – Band 2 der Winterromane.

    Für alle, die im Dezember einen warmen Winterroman suchen – und für alle, die wissen wollen, wie es in Glen Airen nach der Saga weitergeht.

    Chris van de Bergen

    Chris van de BergenChris van de Bergen schreibt atmosphärische Liebesromane aus den schottischen Highlands. Seine „Highland-Saga" erzählt über drei Generationen hinweg von einem Tal, das sich erinnert, und von Menschen, die lernen, ihm zuzuhören. Mit der neuen Reihe „Die Erben des Nordens" kehrt er zurück nach Schottland – Familiengeheimnisse, verfallene Güter und die Frage, ob man sprechen lernen kann, bevor es zu spät ist. Slow-Burn-Romantik zwischen Torf, Stein und Nebel, für alle, die Outlander und die Brontë-Schwestern lieben.

    Cover: Advent in den Highlands

    Noch ein Winter in Glen Airen

    Dezember 1838: Vierundzwanzig Briefe, zweiunddreißig Jahre zu spät zugestellt – ein Adventskalender zum Lesen, dreizehn Winter früher im selben Tal.

    Zum Adventskalender →

    Fragen

    Häufige Fragen

    Muss ich die Highland-Saga oder den Adventsroman kennen?

    Nein. „Hogmanay in den Highlands“ ist eine eigene, abgeschlossene Geschichte und ohne Vorkenntnisse lesbar. Sie spielt im Dezember 1851, zwei Winter nach dem dritten Band der Saga.

    Ist es ein Weihnachtsbuch?

    Es spielt vom 17. Dezember bis Neujahr – in einem Tal, in dem Weihnachten ein Werktag ist. Gefeiert wird Hogmanay, die Neujahrsnacht. Ein warmherziger Winterroman über eine zweite Chance und ein Dorf, das sich einmischt.

    Was ist Hogmanay?

    So heißt in Schottland der letzte Tag des Jahres mit der Neujahrsnacht. Nach Mitternacht zählt, wer als Erster über die Schwelle eines Hauses tritt – dazu gehören Torf, Salz, ein Stück Bun und ein Schluck.

    Wie funktionieren die vierzehn Nächte auf dieser Seite?

    Jedes Licht im Tal steht für eine Nacht vom 17. bis 30. Dezember 1851 – mit Datum, einem Satz aus dem Kapitel, einer kurzen Notiz und dem Mond dieser Nacht. Vom 17. bis 30. Dezember öffnet sich jeden Abend die Nacht des Tages, die späteren zeigen bis dahin nur ihren Titel. Sonst sind alle vierzehn offen. Die Seite speichert nichts.

    Gibt es das Buch auch gedruckt?

    Bisher als eBook bei Amazon, für 2,99 €.